Pressemeldungen August 2026
SPÖ-Bauern fordern Soforthilfen und Investitionen gegen Dürre
Die anhaltende Trockenheit sorgt auch in Kärnten für zunehmende Probleme in der Landwirtschaft. Ernteausfälle, Futtermangel und steigende Kosten belasten zahlreiche Betriebe. Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten sprechen sich deshalb für rasche finanzielle Entlastungen und langfristige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel aus.
Der Landesvorsitzende der SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten, Ralph Dörflinger, fordert gemeinsam mit der SPÖ-Agrarsprecherin im Kärntner Landtag, Bgm. Michaela Oberlassnig, eine Aussetzung der SVS-Beiträge.
„Viele Betriebe kämpfen derzeit ums wirtschaftliche Überleben. Deshalb braucht es rasch und unbürokratisch Soforthilfen. Die bereits im Mai geforderte Aussetzung der SVS-Beiträge wäre ein wichtiger Schritt, um der bäuerlichen Bevölkerung in dieser außergewöhnlichen Situation Luft zu verschaffen. Das ist notwendig, aber eben nur der Feuerlöscher. Wer nach jedem Brand nur neue Feuerlöscher kauft, statt endlich in wirksamen Brandschutz zu investieren, wird dieselben Schäden immer wieder bezahlen“, erklärt Dörflinger.
Neben Soforthilfen brauche es aus Sicht der SPÖ vor allem Investitionen in Bodenschutz, Humusaufbau, natürliche Wasserrückhaltung und eine nachhaltige Bewirtschaftung.
„Der Klimawandel ist kein Heizkörper, den man einfach höher dreht. Er ist ein Wetterpendel, das immer stärker ausschlägt. Dürre, Starkregen, Hagel, Schneemassen, Stürme oder massive Kälteeinbrüche sind keine voneinander getrennten Ereignisse, sie sind unterschiedliche Auswirkungen derselben Entwicklung“, erklären Oberlassnig und Dörflinger.
Oberlassnig betont: „Ein gesunder Boden wirkt wie ein Schwamm, er speichert Wasser in trockenen Zeiten und nimmt bei Starkregen mehr Niederschlag auf. Genau dort müssen öffentliche Mittel künftig noch stärker eingesetzt werden.“
Als wichtigen Baustein für die Zukunft bezeichnen beide auch die Kärntner Wasserschiene. „Die Wasserschiene ist weit mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie verbindet Regionen, sichert Wasserreserven und stärkt die Widerstandsfähigkeit Kärntens gegenüber den Folgen des Klimawandels. Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig eine vorausschauende Wasserpolitik im Interesse der Allgemeinheit ist.“
Abschließend sprechen sich Dörflinger und Oberlassnig für stärkere Investitionen in Klima- und Umweltmaßnahmen aus. „Wir können das Wetter von morgen nicht bestimmen. Aber wir können heute entscheiden, wie gut unsere Böden, Höfe und Gemeinden darauf vorbereitet sind. Wer nur Schäden ersetzt, verwaltet die nächste Katastrophe. Wer in Vorsorge investiert, schützt Ernten, bäuerliche Existenzen und die Versorgungssicherheit kommender Generationen.“
Foto: Mein Klagenfurt