Pressemeldungen Mai 2026
Kärnten startet überregionale Wasserschiene für sichere Trinkwasserversorgung
Kärnten setzt einen weiteren Schritt zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung und zur Stärkung der Notversorgung im Krisenfall. Bei einer Pressekonferenz im Hotel Sandwirth in Klagenfurt wurden die nächsten Maßnahmen rund um die geplante überregionale Wasserschiene im Zentralraum vorgestellt.
Präsentiert wurde das Projekt von Landeshauptmann Daniel Fellner, Wasserreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, Villachs Bürgermeister Günther Albel als Obmann des Wasserverbandes Kärnten, Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider, Erich Smole, Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt AG, sowie dem Ziviltechniker für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Erich Eibensteiner.
„Mit dem Start der überregionalen Wasserschiene im Kärntner Zentralraum setzen wir einen historischen Schritt für die Daseinsvorsorge in unserem Land“, sagte Landeshauptmann Daniel Fellner. Sauberes Trinkwasser sei eine der wichtigsten Ressourcen und die Verbindung von Regionen stärke die Versorgungssicherheit.
Wasserreferentin Marika Lagger-Pöllinger betonte, dass mit der Wasserschiene ein gemeindeübergreifendes Zukunftsprojekt geschaffen werde. Gemeinden und Regionen sollen besser vernetzt und regionale Engpässe ausgeglichen werden.
Ein wichtiges Teilprojekt wird laut Günther Albel bereits seit dem Vorjahr durch den Wasserverband Unteres Drautal umgesetzt. Dadurch sollen Villach, Weißenstein und Paternion besser miteinander vernetzt werden. Für die Verbindung zwischen Klagenfurt und Villach sollen die Pläne noch heuer beim Land Kärnten eingereicht werden. Der Baubeginn des rund 30 Millionen Euro schweren Projekts ist laut Albel für 2028 vorgesehen.
Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider betonte die Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten sowie den Städten Villach, St. Veit und Feldkirchen, um die Trinkwasserversorgung langfristig für kommende Generationen abzusichern.
Erich Smole von den Stadtwerken Klagenfurt verwies auf die Rolle der Stadtwerke als größter Wasser-Infrastrukturbetreiber des Landes und Gründungsmitglied des Wasserverbandes Kärnten.
Ziviltechniker Erich Eibensteiner erklärte, dass die Wasserschiene einerseits in Notsituationen rasche Hilfe ermöglichen und andererseits einen dauerhaften Ausgleich zwischen Regionen mit Wasserüberschuss und geringerem Wasserdargebot schaffen soll.
Foto: Michael Stabentheiner