Pressemeldungen August 2026
KPÖ tritt mit Bea Samwald bei der Gemeinderatswahl in Klagenfurt an
Die KPÖ tritt bei der Gemeinderatswahl 2027 in Klagenfurt mit Bea Samwald als Spitzenkandidatin an. Die 31-Jährige ist Landessprecherin der Partei und lebt seit rund zehn Jahren in Klagenfurt. Unterstützung erhält sie im Wahlkampf unter anderem von der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr.
Die KPÖ setzt im Klagenfurter Wahlkampf vor allem auf die Themen Soziales und leistbares Wohnen. Samwald sieht hier einen Bereich, in dem die Stadt aus ihrer Sicht stärker aktiv werden müsse. „Es braucht eine verlässliche Stimme für Soziales und leistbares Wohnen im Gemeinderat. Dafür trete ich an“, erklärt Samwald.
Bereits im März hat die KPÖ in Klagenfurt einen Mieternotruf mit kostenloser Miet- und Wohnrechtsberatung eingerichtet. Nach Angaben der Partei wenden sich Menschen unter anderem wegen steigender Wohnkosten, Betriebskostenabrechnungen und Problemen mit Gemeindewohnungen an die Beratungsstelle.
„Immer mehr Menschen haben mit den steigenden Wohnkosten, unverständlichen Betriebskostenabrechnungen oder Schimmel in den Gemeindewohnungen zu kämpfen. Hier gibt es für die Stadt viel zu tun“, so Samwald.
Die KPÖ spricht sich gegen einen Verkauf von Klagenfurter Gemeindewohnungen aus. Diese seien aus Sicht der Partei ein wichtiges Instrument, um leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Gemeindewohnungen sind ein wichtiges Mittel der Stadt, um die Preise am Mietmarkt niedrig zu halten“, sagt Samwald. Mit Blick auf die Entwicklung der Mietpreise in Salzburg und Tirol ergänzt sie: „Dazu darf es in Klagenfurt/Celovec nicht kommen.“
Auch die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr verweist auf die Haltung ihrer Partei gegen den Verkauf von Gemeindewohnungen.
Neben dem Erhalt der Gemeindewohnungen spricht sich die KPÖ für Photovoltaikanlagen auf Gemeindewohnungen und eine strengere Kontrolle von Airbnb-Angeboten aus. Ein weiterer Schwerpunkt soll die Erhaltung und Verbesserung von Gemeindewohnungen sein, insbesondere im Klagenfurter Stadtteil Fischl.
„Die Aufgabe der KPÖ im Gemeinderat sehen wir darin, beim Thema Wohnen dran zu bleiben, lästig zu sein und dafür zu sorgen, dass das Thema nicht unter den Tisch fällt“, erklärt Samwald.
Bei der vergangenen Gemeinderatswahl lag die Wahlbeteiligung laut KPÖ bei 52,1 Prozent. Die Partei sieht insbesondere bei Menschen, die sich von der bisherigen Stadtpolitik nicht mehr vertreten fühlen, Potenzial. Als Vergleich führt die KPÖ ihr Ergebnis bei der vergangenen Nationalratswahl an. Damals erhielt sie nach eigenen Angaben in Klagenfurt 1.367 Stimmen. Die Partei verweist außerdem auf ihre jüngsten Erfolge bei Gemeinderatswahlen in anderen österreichischen Städten.
Ob diese Ergebnisse auf die Klagenfurter Gemeinderatswahl übertragbar sind, wird sich im Februar 2027 zeigen.
Bea Samwald wuchs als eines von fünf Kindern in einer niederösterreichischen Bauernfamilie auf und lebt seit rund zehn Jahren in Klagenfurt. Beruflich ist die 31-Jährige als Sozialarbeiterin tätig. In ihrer Freizeit arbeitet sie als Selbstverteidigungstrainerin für Mädchen und Frauen.
Für ihre Kandidatur nennt Samwald auch die Unzufriedenheit mit der bisherigen Politik als Motiv: „Viele Menschen sind von den etablierten Parteien enttäuscht worden. Leider dreht sich viel bei ihnen um Macht, Geld und Karrieren. Wir wollen als KPÖ eine Alternative auf den Stimmzettel bringen. Als junge Bewegung von Ehrenamtlichen laden wir Interessierte ein, Ideen einzubringen und mitzumachen, damit Soziales und leistbares Wohnen auch nach der Wahl Thema bleiben.“
Foto: Vengerova