Pressemeldungen August 2026
410 verletzte Wildtiere wurden im Vorjahr ins TiKo gebracht
Verletzte oder vermeintlich hilfsbedürftige Wildtiere beschäftigen das TierschutzKompetenzzentrum Kärnten (TiKo) zunehmend. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 410 Wildtiere ins TiKo gebracht. 99 Tiere wurden von der Tierrettung eingeliefert. 267 Wildtiere konnten wieder in die Freiheit entlassen oder an eine Pflegestelle übergeben werden.
Unter den aufgenommenen Tieren waren rund 300 Vögel, 30 Enten und Schwäne, 30 Igel sowie 30 Eichhörnchen. Hinzu kamen unter anderem Marder, Siebenschläfer, Fledermäuse, Feldmäuse, Feldhasen und Rehe.
Auch die Berufsfeuerwehr Klagenfurt wird regelmäßig zu Wildtierrettungen gerufen. Tierschutzreferent Bürgermeister Christian Scheider verweist auf die Zusammenarbeit verschiedener Stellen.
„Das TiKo arbeitet in Zusammenarbeit mit Tierärztinnen und Tierärzten hervorragend für das Wohl der Tiere! Auch die Berufsfeuerwehr Klagenfurt steht in regelmäßigen Abständen bei Wildtierrettungen im Einsatz. Mein Appell an die Bevölkerung: Lasst uns gemeinsam Wildtiere schützen, indem wir ihren Lebensraum respektieren und uns an gewisse Regeln halten, damit sie ungestört leben können“, so Scheider.
Die steigende Zahl der eingelieferten Wildtiere stellt das TierschutzKompetenzzentrum vor zusätzliche Herausforderungen. Nicht jedes allein aufgefundene Wildtier benötigt tatsächlich menschliche Hilfe.
„Die Abgabe von Wildtieren im TiKo hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen und stellt unser Haus vor große personelle und finanzielle Herausforderungen. Oberstes Ziel muss die Aufklärung sein, wann ein Wildtier Hilfe braucht und wann nicht. Ich kann nur an alle Naturfreunde appellieren, sich über das normale Verhalten von Wildtieren zu informieren. Ein Tier das sich selbst versorgt, ist nicht alleine gelassen, sondern frei“, betont Dr. Anna Ofner, Präsidentin des Landestierschutzvereins Kärnten.
Wildtiere sollten nicht berührt oder gefüttert werden. Wichtig ist außerdem, ausreichend Abstand zu halten und die Tiere nicht durch Lärm oder das Leuchten mit Taschenlampen in Höhlen und Nester zu stören. Auch auf Feuerwerke und Böller sollte zum Schutz der Tiere verzichtet werden. Wer ein Wildtier entdeckt und nicht sicher ist, ob es Hilfe benötigt, sollte es zunächst unberührt lassen und die Situation mindestens 15 Minuten aus größerer Entfernung beobachten. Durch die unmittelbare Anwesenheit von Menschen können Elterntiere davon abgehalten werden, sich ihrem Nachwuchs zu nähern.
Bei Unsicherheiten zum richtigen Verhalten gegenüber Wildtieren gibt die Kärntner Jägerschaft unter 0463 511469 Auskunft.
Foto: Berufsfeuerwehr Klagenfurt