Pressemeldungen September 2026
Maria Tusch-Frauenpreis 2026 geht an Alina Zeichen

Mag.a Alina Zeichen ist die Preisträgerin des Maria Tusch-Frauenpreises 2026 der Stadt Klagenfurt. Die 1983 geborene Kulturmanagerin ist in Klagenfurt aufgewachsen und lebt heute in der Nähe von St. Kanzian. Die Verleihung fand am Freitagabend im Künstlerhaus in Klagenfurt statt.
Zeichen ist seit 2019 künstlerische Leiterin des Vereins KD Barba, den sie gegründet hat und dessen Obfrau sie ist. Der Verein ermöglicht jungen Frauen, Trans- und Interpersonen, durch Kunst als Rollenbilder und Vorbilder aufzutreten. In Projekten und Produktionen werden stereotype und diskriminierende Rollenbilder thematisiert und die Sichtbarkeit von Künstlerinnen in Klagenfurt und der Region erhöht. KD Barba fördert zudem Kooperationen im Kunst- und Kulturbereich nach feministischen Prinzipien und im zweisprachigen deutsch-slowenischen Kontext in Kärnten.
Neben ihrer Tätigkeit bei KD Barba ist Zeichen ehrenamtliche Vorsitzende der IG KIKK, Co-Geschäftsführerin des UNIKUM, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der IGKÖ, stellvertretende Vorsitzende des Kärntner Kulturgremiums und Mitglied im Fachbeirat für Darstellende Kunst des Kärntner Kulturgremiums.
Frauenreferentin Stadträtin Constance Mochar würdigte bei der Verleihung insbesondere Zeichens feministische Kulturarbeit: „Mit dem Maria Tusch Frauenpreis würdigen wir Frauen, die unsere Stadt mit ihrem Engagement verändern und voranbringen. Alina Zeichen zeigt mit ihrer Arbeit, wie wichtig feministische Kulturarbeit ist. Sie schafft Räume, in denen Frauen und Mädchen sichtbar werden, ihre Stimmen gehört werden und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch reflektiert werden“.
Cristina Beretta und Kirstin Mertlitsch erklärten in ihrer Laudatio: „Wenn es um Frauen- und Minderheitenrechte geht, ist Alina Zeichen sofort zur Stelle – engagiert, solidarisch und stets bereit, mit Kunst, Kulturarbeit und Kulturpolitik anzupacken und etwas zu bewegen“.
Der Maria Tusch-Frauenpreis wird seit 2020 jährlich von der Stadt Klagenfurt vergeben und ist mit 3.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhält jede Preisträgerin eine von Ina Loitzl eigens für den Frauenpreis gestaltete Skulptur.
Ausgezeichnet werden Frauen, die sich durch besonderes Engagement für Mädchen, Frauen und Geschlechtergleichstellung in Klagenfurt qualifizieren. Über die Vergabe entscheidet eine Fachjury. Mit dem Preis sollen feministische, frauenpolitische und gleichstellungsrelevante Initiativen öffentlich sichtbar gemacht sowie finanziell und politisch anerkannt werden.
Foto: StadtKommunikation/Zangerle