Pressemeldungen Oktober 2026
Park & Ride am Hauptbahnhof Klagenfurt: Rasche Lösung gefordert
Die ungelöste Parksituation rund um den Klagenfurter Hauptbahnhof sorgt weiterhin für politische Diskussionen.
ÖVP-Stadtrat Julian Geier fordert konkrete Ergebnisse statt weiterer Ankündigungen. Auch die Grünen, NEOS und die Freie Soziale Bürgerpartei (FSP) drängen auf Verbesserungen. Die zuständige Straßenbau- und ÖPNV-Referentin Sandra Wassermann verweist auf laufende Gespräche mit den Verantwortlichen.
„Zu verkünden, dass sich Stadt und ÖBB zusammensetzen müssen, ist noch keine Lösung. Bei aller Wertschätzung: Genau diese Gespräche zu führen und das Problem zu lösen, ist Aufgabe der zuständigen Referentin. Wir reden über dieses Thema nicht seit gestern“, kritisiert ÖVP-Stadtrat Julian Geier.
Das Parkplatzproblem beschäftigt die Stadt bereits seit Monaten. Auch die Wirtschaftskammer, die ÖBB, das Land Kärnten und Vertreter der Stadtpolitik haben sich wiederholt damit befasst. Angesichts der gestiegenen Bedeutung des Hauptbahnhofs müsse nun eine funktionierende Lösung gefunden werden.
Sollte die Koordination weiterhin nicht gelingen, bietet der ÖVP-Stadtrat an, selbst aktiv zu werden: „Wenn es an der Koordination scheitert, übernehmen wir das gerne. Wir werden mit den zuständigen Stellen beim Land, den ÖBB und der Stadt das Gespräch suchen und versuchen, innerhalb der nächsten Wochen einen gangbaren Weg auf den Tisch zu legen.“
Für Geier ist entscheidend, dass das Parkplatzproblem nicht weiter ungelöst bleibt. „Wer am Hauptbahnhof ankommt, soll nicht als Erstes ein ungelöstes Parkplatzproblem vorfinden. Jetzt geht es nicht mehr darum, das Problem zum x-ten Mal zu beschreiben. Jetzt muss es gelöst werden.“
Die zuständige Straßenbau- und ÖPNV-Referentin Sandra Wassermann bezeichnet die derzeitige Parksituation ebenfalls als nicht zufriedenstellend. Sie stehe bereits mit allen Verantwortlichen in direktem Kontakt und kündigt weitere Gespräche noch im Oktober an. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass sich die betroffene Fläche auf ÖBB-Grund befindet und die Errichtung einer Park & Ride-Anlage daher nicht ausschließlich in der Verantwortung der Stadt liege.
Auch die Klagenfurter Grünen fordern eine rasche Entscheidung. Stadtparteiobmann Stefan Samonig kritisiert die monatelangen Verzögerungen bei den geplanten 60 zusätzlichen Parkplätzen am Hauptbahnhof. ÖBB und Land Kärnten seien bereit, die Errichtung zu finanzieren. Es fehle jedoch noch die Unterschrift der Stadt.
NEOS-Klubobmann Janos Juvan fordert ebenfalls rasche Park & Ride-Lösungen, will aber noch einen Schritt weitergehen. Er schlägt vor, den zentralen Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs an den Klagenfurter Hauptbahnhof zu verlegen und dort Bahn, Bus, Leihräder und E-Scooter miteinander zu verbinden. Der Heiligengeistplatz könnte dadurch zu einem begrünten Aufenthaltsbereich mit Bäumen, Schatten und mehr Platz für das Stadtleben umgestaltet werden.
Auch FSP-Gemeinderat Dieter Schmied übt Kritik an der zuständigen Stadträtin Sandra Wassermann. Er bemängelt die aus seiner Sicht fehlenden Fortschritte bei den Park & Ride-Plätzen am Hauptbahnhof und kritisiert gleichzeitig den Zustand der Klagenfurter Straßen. Schmied fordert rasches Handeln und eine konkrete Lösung für die Parkmöglichkeiten der Pendler und Zugreisenden.
Foto: Mein Klagenfurt