Pressemeldungen Juni 2026
VCÖ warnt vor höherem Unfallrisiko an Hitzetagen
Mit den steigenden Temperaturen wächst auch das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Darauf macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Auswertungen der Statistik Austria zeigen, dass sich Hitze negativ auf die Verkehrssicherheit auswirkt und die Zahl der Unfälle an besonders heißen Tagen steigt.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Kärnten. Im Sommer 2025 kamen in den Monaten Juni, Juli und August 22 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, weitere 1.349 Personen wurden verletzt. Damit lag die Zahl der Verkehrstoten im Monatsdurchschnitt um 409 Prozent höher als in den übrigen Monaten des Jahres. Die Zahl der Verletzten war um 95 Prozent höher.
Auch im Sommer 2024 wurden in Kärnten neun Verkehrstote und 1.314 Verletzte registriert. Die Zahl der Verkehrstoten lag damit im Monatsdurchschnitt um 29 Prozent über dem Durchschnitt der übrigen Monate, die Zahl der Verletzten ebenfalls um 95 Prozent.
„Durch mehr Verkehr gibt es in den Sommermonaten auch mehr schwere Unfälle. Auswertungen der Statistik Austria zeigen, dass sich zusätzlich auch Hitze negativ auf die Verkehrssicherheit auswirkt und das Unfallrisiko erhöht“, erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Laut Statistik Austria passierten in Österreich an Hitzetagen im Sommer 2024 um 13 Prozent mehr Verkehrsunfälle als an weniger heißen Tagen. Im Sommer 2023 lag dieser Wert sogar bei 15 Prozent.
„Hitze belastet das Herz-Kreislaufsystem und führt zu reduzierter Konzentrationsfähigkeit. Auch schlafen zahlreiche Menschen schlechter, sind müder und reagieren gereizter. All das hat negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, die Fahrfehler nehmen zu“, so Schenk.
Der VCÖ rät, wenn möglich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder zumindest einen Teil der Strecke mit Bahn oder Bus zurückzulegen.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte laut VCÖ besonders aufmerksam fahren, die Geschwindigkeit reduzieren und das Motto „Gleiten statt rasen“ beherzigen. Zudem wird empfohlen, während der Fahrt nicht zu telefonieren, auch nicht mit Freisprecheinrichtung, ausreichend Wasser zu trinken und bei längeren Fahrten regelmäßig Pausen einzulegen.
Foto: Symbolbild