Pressemeldungen Juli 2026
Rabitsch: Fernkälte für alle – Klagenfurt braucht jetzt die klimafreundliche Kühlung der Zukunft
Die anhaltenden Hitzeperioden stellen Klagenfurt zunehmend vor große Herausforderungen. Besonders betroffen sind Schulen, Kindergärten, Amtsgebäude sowie dicht bebaute Innenstadtbereiche. Für Stadtplanungsreferent und Vizebürgermeister Ronald Rabitsch ist daher klar: „Wir müssen die Stadt gezielt auf die kommenden Sommer vorbereiten. Fernkälte ist dafür eine effiziente, klimafreundliche und stadtverträgliche Lösung.“
Fernkälte reduziert den Stromverbrauch für Kühlung um bis zu 70 % und senkt CO2 Emissionen um rund 50 %. Sie nutzt Abwärme, Biomasse oder Geothermie und entlastet damit das Stromnetz genau in jenen Wochen, in denen herkömmliche Klimaanlagen die Lastspitzen nach oben treiben. Zudem kommt Fernkälte ohne Außengeräte aus, erzeugt keine Abwärme auf Straßenebene und verursacht keine Lärmbelastung – ein klarer Vorteil für dicht bebaute Stadtbereiche.
Die Stadtwerke Klagenfurt haben Fernkälte bereits vor Jahren als Zukunftstechnologie mit hohem Potenzial identifiziert und arbeiten an ersten Pilotprojekten. Rabitsch fordert nun eine klare Priorisierung: „Die STW sollen diese Innovation aktiv vorantreiben und überall dort einsetzen, wo sie der Bevölkerung unmittelbar nützt. Konkret geht es mir um Schulen, Kindergärten und Amtsgebäude.“
Für Neubauten des stadteigenen Bauträgers soll Fernkälte künftig standardmäßig geprüft und, wo immer möglich, umgesetzt werden. „Neue Gebäude müssen klimafit sein. Fernkälte ist ein Baustein moderner, gemeinnütziger Infrastruktur. Wir verbessern die Lebensqualität, ohne zusätzliche Geräuschkulisse und ohne technische Anlagen an jeder Fassade“, so Rabitsch.
Während Wien, Linz, Graz und St. Pölten Fernkälte bereits erfolgreich einsetzen, existiert in Kärnten bisher kein einziges Netz. „Klagenfurt hat die Chance, ein modernes, klimafreundliches Kühlnetz aufzubauen. Das stärkt den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort und schafft planbare, verlässliche Kühlung für große Betriebe und öffentliche Einrichtungen“, erläutert Rabitsch.
Fernkälte bietet stabile Kostenstrukturen, hohe Versorgungssicherheit und entlastet Betriebe sowie öffentliche Einrichtungen. Eigene Kühlanlagen entfallen, ebenso Wartung und Ersatzinvestitionen. „Fernkälte ist ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich klug. Sie ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.“
Foto: Mein Klagenfurt