Pressemeldungen August 2026
70 Prozent der Kärntner fahren zumindest gelegentlich Rad
Radfahren ist in Kärnten weit verbreitet. Laut der vom Mobilitätsministerium veröffentlichten Studie „Aktive Mobilität 2026“ fahren 70 Prozent der Kärntner ab 16 Jahren zumindest gelegentlich mit dem Fahrrad. Die zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf das Jahr 2025.
Neun Prozent fahren täglich Rad, weitere 20 Prozent mehrmals pro Woche. 17 Prozent nutzen das Fahrrad mehrmals im Monat und 24 Prozent zumindest gelegentlich. Insgesamt ergibt sich damit ein Anteil von 70 Prozent.
Mehr als die Hälfte der Kärntner Radfahrer fährt zudem besonders gerne Rad: 56 Prozent geben laut Studie an, „sehr gerne“ mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
Auch Elektrofahrräder spielen mittlerweile eine wichtige Rolle. 38 Prozent der Kärntner Radfahrer sind bereits mehrmals mit einem E-Bike gefahren, weitere 19 Prozent zumindest einmal.
Bei einem Teil der Nutzer verändert das E-Bike auch das Mobilitätsverhalten. 47 Prozent der Kärntner E-Bike-Fahrer geben an, damit längere Strecken als früher zurückzulegen. 38 Prozent fahren nach eigenen Angaben häufiger mit dem Rad.
„Elektrofahrräder verändern bei vielen das Mobilitätsverhalten, führen dazu, dass mehr Strecken mit dem Fahrrad gefahren werden. Damit Elektrofahrräder verstärkt als Verkehrsmittel genutzt werden, ist eine gute Radinfrastruktur zentral“, so VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Potenzial für eine stärkere Nutzung des Fahrrads sieht die Studie auch beim Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte. 39 Prozent der Berufstätigen und Personen in Ausbildung in Kärnten wohnen weniger als fünf Kilometer davon entfernt. Weitere 14 Prozent haben einen Weg zwischen fünf und zehn Kilometern.
Damit wohnen insgesamt 53 Prozent weniger als zehn Kilometer von ihrem Arbeitsplatz oder ihrer Ausbildungsstätte entfernt.
Dazu zählen mehr Radwege und Verkehrsberuhigung in Städten und Gemeinden. Als kostengünstige Maßnahme nennt die Mobilitätsorganisation unter anderem Tempo 30 statt 50.
Außerhalb von Ortsgebieten könnten laut VCÖ überbreite Straßen teilweise für neue Radwege genutzt werden. Als Kärntner Beispiel wird die B83 zwischen Arnoldstein und Riegersdorf genannt, wo durch eine Verschmälerung der Fahrbahn Platz für einen Radweg geschaffen wurde.
Studie „Aktive Mobilität 2026“
Foto: Mein Klagenfurt