Pressemeldungen Juli 2026
AK Kärnten schlägt wegen steigender Jugendarbeitslosigkeit Alarm
Die Arbeiterkammer Kärnten sieht die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt mit Sorge. Laut den jüngsten Zahlen des AMS Kärnten waren im Juni 1.348 Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
„Viele junge Menschen blicken mit Sorge auf ihre berufliche Zukunft. Die Arbeiterkammer fordert unter anderem gezielte Investitionen in Ausbildung, Beschäftigung und Qualifizierung, um Jugendlichen rasch Perspektiven am Arbeitsmarkt zu eröffnen“, betont Goach.
Während die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Kärnten leicht auf 13.884 Personen zurückging, entwickelte sich die Jugendarbeitslosigkeit in die entgegengesetzte Richtung. Nach Ansicht der Arbeiterkammer erschwere ein misslungener Berufseinstieg häufig auch langfristig die Chancen auf stabile Beschäftigung und ein ausreichendes Einkommen.
Zusätzlich verweist die AK auf Ergebnisse ihrer kürzlich präsentierten Jugendstudie. Demnach wünschen sich viele junge Menschen vor allem einen sicheren Arbeitsplatz, ein faires Einkommen und verlässliche Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig seien hohe Wohnkosten und fehlende öffentliche Verkehrsverbindungen für viele ein Hindernis. Rund 70 Prozent der Befragten gaben an, sich kaum eine eigene Wohnung leisten zu können.
Die Arbeiterkammer fordert deshalb unter anderem mehr Starterwohnungen, bessere Öffi Verbindungen, leistbare psychosoziale Angebote sowie gezielte Qualifizierungsmaßnahmen in Branchen mit hohem Fachkräftebedarf.
Foto: AK/Helge Bauer