Pressemeldungen Dezember 2025
Mehr als 600 Millionen Euro EU-Mittel für die neue Koralmbahn
Die Koralmbahn ist startklar: Am 14. Dezember beginnt der Fahrgastbetrieb, die offizielle Eröffnung findet bereits am Freitag davor statt. Für Bahnreisende bedeutet das eine enorme Zeitersparnis, die Fahrt zwischen Graz und Klagenfurt dauert künftig nur 41 Minuten, von Wien nach Klagenfurt nur noch 3 Stunden und 10 Minuten, also 45 Minuten schneller als bisher.
Mit einer Gesamtlänge von über 130 Kilometern ist die Koralmbahn nicht nur ein Meilenstein für Österreich, sondern auch für Europa. Sie bildet einen zentralen Abschnitt der transeuropäischen Achse zwischen der Ostsee und dem Adriaraum.
Die Europäische Union hat das Großprojekt Koralmbahn mit mehr als 600 Millionen Euro unterstützt. Davon stammen 543 Millionen Euro aus dem EU-Aufbauplan „NextGenerationEU“, der nach der Corona-Pandemie geschaffen wurde. Weitere 63 Millionen Euro kamen aus der Connecting Europe Facility.
Die Mittel flossen in mehrere Teilprojekte entlang der Strecke, darunter den Koralmtunnel, die Elektrifizierung der Bleiburger Schleife und der Lavanttalbahn sowie die Modernisierung von Bahnhöfen. Zudem wurden 57 Millionen Euro in den Abschnitt Wettmannstätten-St. Andrä und 6 Millionen Euro in den Ausbau des Güterterminals bei Graz investiert.
„Die Koralmbahn beweist eindrucksvoll, wie EU-Mittel dazu beitragen, den Binnenmarkt zu stärken, den Alltag von Menschen und Unternehmen zu verbessern und die nachhaltige Mobilität auszubauen“, sagt Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.
Der EU-Aufbauplan wurde nach der Corona-Krise gestartet, um die wirtschaftliche Erholung der Mitgliedstaaten zu fördern und Investitionen in Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu stärken. Österreich erhält daraus 4 Milliarden Euro, wovon bereits 84 Prozent ausbezahlt wurden.
Neben der Koralmbahn wurden mit diesen Mitteln zahlreiche Projekte finanziert, von Laptops für Schüler über den Reparaturbonus bis hin zu Photovoltaikanlagen und dem Austausch alter Heizsysteme. Insgesamt unterstützt die EU europaweit den Ausbau von 17.000 Schienenkilometern in 19 Mitgliedstaaten.
„Gemeinsam investieren wir in ein zukunftsfittes Europa“, so Lobis.
Foto: Mein Klagenfurt