Pressemeldungen August 2026
Nach Hochwasser 2023: Treimischer Teich in Viktring umfassend saniert
Nach den schweren Hochwasserereignissen im August 2023 wurden die Hochwasserschutzanlagen am Treimischer Teich und in der Karl-Truppe-Straße in Klagenfurt-Viktring umfassend modernisiert.
Das Hochwasserrückhaltebecken Treimischer Teich entspricht nun wieder dem aktuellen Stand der Technik und schützt nach Angaben des Landes Kärnten rund 400 Menschen sowie 50 Gebäude.
„Hochwasserschutz ist konkrete Vorsorge für die Sicherheit der Menschen. Die Ereignisse im August 2023 haben gezeigt, wie wichtig funktionierende Schutzanlagen in stark betroffenen Gebieten sind. Mit der Anpassung des Rückhaltebeckens Treimischer Teich stellen wir sicher, dass das Wasser im Ernstfall kontrolliert abgeleitet werden kann. So schützen wir Häuser, Infrastruktur und Lebensqualität in Viktring“, betont Wasserwirtschaftsreferentin und Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.
Auslöser für die Maßnahmen waren die Auswirkungen des Tiefs Zacharias, das im August 2023 große Niederschlagsmengen und Starkregenschauer nach Kärnten brachte. Im Klagenfurter Becken kam es dabei auch am Viktringer Bach zu Hochwasser, wobei das Rückhaltebecken am Treimischer Teich teilweise überströmt wurde.
Im Zuge der Sanierung wurde die Anlage an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Künftig kann Wasser im Überlastungsfall kontrolliert über den Damm geführt und geordnet abgeleitet werden. Dafür wurde die Dammkrone angehoben. Zusätzlich wurden beide Überströmstrecken mit in Beton verlegten Wasserbausteinen befestigt. Das Stauziel und das Fassungsvermögen des Rückhaltebeckens bleiben unverändert.
Auch das Rückhaltebecken in der Karl-Truppe-Straße wurde saniert. Dort wurden Undichtigkeiten, die nach dem Hochwasser 2023 aufgetreten waren, durch eine neue Dichtschicht behoben.
Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2025, erste Vorarbeiten waren bereits im September erfolgt. Bereits im Dezember 2025 war die Funktionsfähigkeit der Anlage wiederhergestellt. Im Frühjahr 2026 wurden die letzten Bauarbeiten abgeschlossen.
Dabei wurden Ablauf- und Trennungsbauwerke saniert, die Dammauffahrt asphaltiert, eine Wegabgrenzung aus Lärchenrundholz errichtet und die beanspruchten Flächen rekultiviert. Im Juni 2026 erfolgte außerdem die ökologische Wiederherstellung mit der Pflanzung von rund 500 standorttypischen Gehölzen.
„Solche Projekte zeigen, was verantwortungsvolle Schutzwasserwirtschaft bedeutet: Schäden aus vergangenen Ereignissen werden aufgearbeitet, Anlagen werden verbessert und gleichzeitig wird auf eine gute Einbindung in den Naturraum geachtet. Besonders erfreulich ist, dass durch effiziente Planung und Umsetzung voraussichtlich weniger Mittel benötigt werden als ursprünglich veranschlagt“, so Lagger-Pöllinger.
Das genehmigte Projektvolumen beträgt rund 1,098 Millionen Euro. Finanziert wird das Hochwasserschutzprojekt zu gleichen Teilen vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, dem Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt.
Nach derzeitigen Berechnungen werden aufgrund der effizienten Umsetzung voraussichtlich rund 900.000 Euro beansprucht.
Foto: Büro Landesrätin Lagger-Pöllinger