Pressemeldungen April 2026
Notschlafstelle Eggerheim: Dringlicher Gemeinderatsantrag fordert faire Kostenverteilung
Die steigende Nachfrage nach Schlafplätzen für obdachlose Menschen bringt die Notschlafstelle im Eggerheim zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb wird nun ein dringlicher Antrag im Klagenfurter Gemeinderat eingebracht.
In dem Antrag wird darauf hingewiesen, dass die Notschlafstelle im Eggerheim eine österreichweit einzigartige Einrichtung ist. Sie werde verstärkt von obdachlosen Menschen aus Kärnten, aber auch aus anderen Bundesländern und sogar aus dem Ausland genutzt.
Laut Jahresstatistik der Abteilung Soziales trage Klagenfurt die größte Last bei der Versorgung obdachloser Menschen in Kärnten. Damit seien auch erhebliche Kosten für die Stadt verbunden. Durch die steigende Nachfrage seien die Kapazitäten der Einrichtung bereits voll ausgelastet. Gleichzeitig steige der Bedarf an zusätzlichen Personalressourcen beim Betreiber Caritas Kärnten.
Besonders hervorgehoben wird im Antrag, dass derzeit rund zwei Drittel der Hilfsbedürftigen nicht aus Klagenfurt stammen. Viele würden aus umliegenden Kärntner Gemeinden nach Klagenfurt zugeleitet. Dadurch entstünden zusätzliche finanzielle Belastungen für die Stadt als Standort der Versorgungsleistung.
Mit dem Dringlichkeitsantrag soll die Kärntner Landesregierung beziehungsweise die zuständige Referentin aufgefordert werden, durch eine formale Resolution sicherzustellen, dass die Zuständigkeiten und Kosten nicht allein bei der Stadt Klagenfurt verbleiben. Stattdessen soll eine faire und gesetzeskonforme Aufteilung der Leistungen und der notwendigen finanziellen Mittel auf alle Regionen des Landes erfolgen.
Darüber hinaus wird gefordert, dass zusätzliche Landesmittel bereitgestellt werden. Damit soll gewährleistet werden, dass die Statutarstädte Kärntens diese wichtige Versorgungsaufgabe künftig weiterhin gewissenhaft und gerecht erfüllen können.
Abschließend wird im Antrag um eine rasche Behandlung und Abstimmung im Gemeinderat ersucht.
Foto: Mein Klagenfurt