Nach der Villacher Straße könnte auch die Pischeldorfer Straße in Klagenfurt künftig nur noch einspurig stadtauswärts befahrbar sein. Laut einer Presseinformation der Freien Sozialen Bürgerpartei (FSP) brachte FPÖ-Stadträtin Sandra Wassermann heute einen entsprechenden Antrag in den Stadtsenat ein.
Der Plan sieht vor, die Pischeldorfer Straße nach der Sanierung dauerhaft auf eine Fahrspur in Richtung stadtauswärts zu reduzieren. Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP) kritisiert das Vorhaben scharf und kündigt Widerstand an.
Die Sanierung der Pischeldorfer Straße wird laut FSP bereits seit längerer Zeit gefordert. Eine anschließende dauerhafte Reduzierung auf eine Fahrspur lehnt die Partei jedoch ab.
„Eine solche weitere Verfehlung kann von uns nicht mehr hingenommen werden“, kritisiert Jonke die Pläne des Straßenreferats scharf. „Bereits der enorme Zuspruch zu unserer aktuellen Petition für den Erhalt der Zweispurigkeit in der Villacher Straße zeigt überdeutlich, wie sensibel und wichtig diese Verkehrsadern für die Klagenfurterinnen und Klagenfurter sind. Die Menschen wollen keine künstlichen Staus und Schikanen.“
Nach der bereits laufenden Petition zur Villacher Straße will die FSP nun auch für die Pischeldorfer Straße Unterschriften sammeln.
„Weil uns die Meinung der Bürger wichtig ist, werden wir nun auch für den Erhalt der Pischeldorfer Straße eine eigene Petition starten! Wir werden mit aller Kraft auch für den Erhalt der vollen Leistungsfähigkeit der Pischeldorfer Straße kämpfen. Diese autofahrerfeindliche Politik der FPÖ geht zulasten der Pendler, der Wirtschaft und der Anrainer. Wir sind in keinster Weise bereit, diese Maßnahme mitzutragen“, so Vizebürgermeister Patrick Jonke.
Stadträtin Sandra Wassermann (FPÖ) widerspricht in einer Aussendung dieser Darstellung und stellt klar: „Für mich ist klar: Die Pischeldorfer Straße bleibt stadteinwärts und stadtauswärts zweispurig.“ Derzeit gebe es lediglich erste Skizzen und Entwürfe für einen Geh- und Radweg. Die Sanierung soll im nächsten Stadtsenat von Experten vorgestellt werden.
Foto: Mein Klagenfurt/Symbolbild