Pressemeldungen September 2026
Streit um Hemd soll Auslöser für Tötung in Justizanstalt Klagenfurt gewesen sein
Nach der Tötung eines 19-jährigen Häftlings in der Justizanstalt Klagenfurt in der Nacht zum 1. September gibt es neue Details. Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Klagenfurt berichten, soll es am Tag der Tat zwischen dem 17-jährigen Beschuldigten und seinem Mithäftling Streit um ein Kleidungsstück gegeben haben.
Nach Angaben des 17-Jährigen habe ihm der 19-Jährige ein teures Hemd weggenommen. Um den Streit zu klären, soll der Beschuldigte seinem Mithäftling einen Ringkampf vorgeschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass es sich dabei um Angaben des Beschuldigten handelt und diese bislang nicht als Tatsachen feststehen.
Nach den bisherigen Angaben würgte der 17-Jährige den 19-Jährigen zunächst bis zur Bewusstlosigkeit. Danach soll er versucht haben, ihn mit einem Müllsack zu ersticken, und ihm schließlich mit einem Einwegrasierer tödliche Verletzungen zugefügt haben.
Anschließend soll sich der Beschuldigte nach eigenen Angaben schlafen gelegt haben. Justizwachebeamte entdeckten die Leiche am nächsten Morgen.
Die Untersuchungshaft gegen den 17-Jährigen wurde am Donnerstag verlängert. Die nächste Haftprüfungsverhandlung soll am 24. November stattfinden. Ein Sachverständiger soll zudem die Zurechnungsfähigkeit und Gefährlichkeit des Beschuldigten beurteilen. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.
Foto: Mein Klagenfurt