Pressemeldungen September 2026
„Achtung Schule“: 800 Plakate sollen Autofahrer in Kärnten zum Langsamfahren bewegen
Mit dem Schulstart sind wieder viele Kinder auf dem Weg zur Schule unterwegs. Besonders in den ersten Wochen nach den Ferien ist die Unfallgefahr erhöht. Schulanfänger sind teilweise erstmals selbstständig unterwegs, andere Kinder müssen sich nach der Ferienpause wieder an ihren Schulweg gewöhnen.
Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) führen deshalb gemeinsam mit dem Verkehrsreferat des Landes Kärnten auch heuer eine Plakataktion durch. In Kärnten werden 800 Plakate mit dem Slogan „Achtung Schule, bitte langsamer!“ an Gemeinden verteilt.
„Die Sicherheit unserer Kinder hat höchste Priorität. Jeder Unfall auf dem Schulweg ist einer zu viel. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Fahrzeuglenker im Umfeld von Schulen besonders aufmerksam, langsam und rücksichtsvoll unterwegs sind. Diese Verantwortung gilt zum Schulstart ebenso wie an jedem anderen Schultag“, erklärt der für Verkehrssicherheit zuständige Landesrat Sebastian Schuschnig.
Ein sicherer Schulweg erfordere die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer. Gerade zu Schulbeginn soll laut Schuschnig das Bewusstsein für Gefahren im Schulumfeld gestärkt und zu mehr Rücksicht aufgerufen werden.
Die 800 Plakate werden den Kärntner Gemeinden im Rahmen der gemeinsamen Aktion von AUVA, KFV und Land Kärnten zur Verfügung gestellt. Sie sollen Fahrzeuglenker daran erinnern, ihr Tempo insbesondere rund um Schulen anzupassen.
„Die Plakate sollen alle Verkehrsteilnehmenden daran erinnern, dass sie das Verletzungsrisiko im Straßenverkehr reduzieren, wenn sie ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen. Nur durch mehr Rücksichtnahme und erhöhte Vorsicht schaffen wir es, die Unfallzahlen von Kindern im Straßenverkehr zu senken“, appelliert Dipl.-Ing. Dr. Hannes Weißenbacher, Direktor der AUVA-Landesstelle Graz.
Im Jahr 2025 wurden in Kärnten bei 48 Verkehrsunfällen insgesamt 54 Schüler auf dem Weg von oder zur Schule teils schwer verletzt. Laut KFV ist die Zahl der Schulwegunfälle damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als 65 Prozent gestiegen.
„Die Zahl der Schulwegunfälle ist damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als 65 Prozent gestiegen“, mahnt DI Sabine Kaulich, Verkehrsexpertin des KFV, und ergänzt: „Fahrzeuglenkende sollen sich daran erinnern, dass Kinder vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind. Vor allem im Bereich der Schule gilt: Langsamer fahren, Vorsicht walten lassen und für die Kinder mitdenken.“
Die Aktion findet österreichweit statt. Insgesamt werden mehr als 1.300 Gemeinden mit über 7.800 Schulanfangsplakaten ausgestattet.
Foto: Büro LR Schuschnig/Varh