Mit dem traditionellen Slowenischen Abend im Ossiacher Hof in Klagenfurt sind die 9. Tage der Alpen-Adria-Küche gestartet. Bereits im Vorfeld fand eine gemeinsame Pressekonferenz statt, bei der die Verbundenheit zwischen Kärnten und Slowenien sowie die Bedeutung einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Mittelpunkt standen.
Mit dabei waren Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig, Generalkonsulin Maja Balant Slobodjanac vom Generalkonsulat der Republik Slowenien in Klagenfurt, Roman Roblek, Geschäftsführer des Slowenischen Wirtschaftsverbandes Slovenska gospodarska zveza (SGZ), und Helmut Micheler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Klagenfurt. An dem Treffen nahmen außerdem zahlreiche Gäste aus Tourismus, Industrie und Dienstleistung aus Slowenien und Kärnten teil.
Schaunig betonte die Bedeutung des Treffens im Rahmen der Tage der Alpen-Adria-Küche. „Ich freue mich, dass es diesen Termin gibt, denn Regionen werden erfolgreich sein, wenn Menschen Grenzen nicht als solche sehen, sondern Kooperationen über diese Grenzen hinweg entstehen und gepflegt werden. Heute sind viele hier aus unserem Nachbarland Slowenien, wie aus Kärnten, die seit Jahren dazu beitragen, dass es diese Zusammenarbeit gibt. Voraussetzung für grenzüberschreitende Initiativen ist, dass man sich kennt. Und Abende wie diese, an welchen man in entspannter Atmosphäre Gedanken und Ideen austauscht, tragen zu diesem gegenseitigen Kennenlernen bei“, so Schaunig.
Schaunig begrüßte die Gäste teilweise auch in slowenischer Sprache. Sie verwies auf bereits bestehende Kooperationen zwischen Kärnten und Slowenien in Forschung und Entwicklung. „Vor allem während des EU-Ratsvorsitzes hat Slowenien auf diesem Gebiet Großartiges geleistet“, hielt Schaunig fest. Als Bereiche nannte sie Robotik und Digitalisierung.
Schaunig sprach auch Herausforderungen an, die sowohl Kärnten als auch Slowenien betreffen. Eine davon sei die Frage nach den Fachkräften für Klein- und Mittelbetriebe.
„Unserer beider Länder Klein- und Mittelbetriebe stehen in Konkurrenz zueinander, keine Frage, aber sie stehen vor allem in Konkurrenz mit der ganzen Welt und eine unserer größten Herausforderungen, die wir bewältigen müssen, um bestehen zu können, ist die Frage der Fachkräfte von morgen für diese Klein- und Mittelbetriebe“, betonte Schaunig.
Auch im Tourismus sieht Schaunig Beispiele für eine erfolgreiche Zusammenarbeit über die Grenze hinweg. „Beide Länder haben so viele Angebote in ihren Regionen, haben neue Angebote geschaffen, die für unser beider Gäste die Grenzen aufheben und beleben somit auch die ländlichen Räume in Kärnten wie in Slowenien. Ich danke für jede einzelne Initiative, weil sie auch Arbeitsplätze schafft“, sagte Schaunig.
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kärnten und Slowenien brachte Schaunig bei der Pressekonferenz auf Deutsch und Slowenisch zum Ausdruck: „Wir sollten unsere Grenze nicht als Ende eines Landes sehen, sondern als Beginn eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes. Meje naj ne bi šteli za konec države, temvec kot zacetek skupnega gospodarskega prostora“, so Schaunig und weiter: „ Denn die Zukunft unserer Regionen liegt dort, wo wir unsere Stärken verbinden und gemeinsam über Grenzen hinausdenken. Prihodnost naših regij bo namrec tam, kjer bomo združevali svoje prednosti in skupaj razmišljali prek meja.“
Die Pressekonferenz findet seit Jahren im Vorfeld des traditionellen Slowenischen Abends, „Slovenski vecer“, im Klagenfurter Ossiacher Hof statt. Der Abend bildete zugleich den Auftakt der 9. Tage der Alpen-Adria-Küche, die von 4. bis 20. September 2026 in Klagenfurt stattfinden.
Der Slowenische Abend und die Tage der Alpen-Adria-Küche stehen für gelebte Nachbarschaft, neue Freundschaften, gegenseitigen Respekt sowie die gemeinsame Geschichte und kulturelle Vielfalt des Alpen-Adria-Raumes. Generalkonsulin Maja Balant Slobodjanac und SGZ-Geschäftsführer Roman Roblek unterstrichen in ihren Ansprachen ebenfalls die Bedeutung von Begegnungen, Austausch und dem Verbindenden über Grenzen hinweg.
Auch Helmut Micheler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Klagenfurt, hob die Bedeutung der persönlichen Kontakte hervor, die im Rahmen der Tage der Alpen-Adria-Küche gepflegt werden. „Wirtschaft geht genauso wie die Liebe, auch durch den Magen und dieses Netzwerktreffen lässt neue Kooperationen über die Grenzen hinweg entstehen. Anhand der Nächtigungszahlen beispielsweise können wir sehen, welche Früchte der gegenseitige Austausch seit Jahren trägt“, hielt Micheler fest.
Die Tage der Alpen-Adria-Küche werden vom Tourismusverband Klagenfurt, der heimischen Gastronomie und Partnern aus der Wirtschaft organisiert.
Foto: LPD/Peter Just