Pressemeldungen September 2025
Immer mehr Kinder kommen Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller zur Schule
In Kärnten legen sechs von zehn Kindern ihren Schulweg täglich aktiv zurück, zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller. Das zeigt ein Bericht des Mobilitätsministeriums, auf den die Mobilitätsorganisation VCÖ hinweist. Damit sammeln Kinder nicht nur wertvolle Bewegung, sondern lernen auch den sicheren Umgang mit dem Straßenverkehr.
Jedes dritte Kind geht fast täglich zu Fuß zur Schule, weitere zwölf Prozent zumindest mehrmals pro Woche. Mit dem Rad fährt jedes fünfte Kind regelmäßig, der Roller ist für jedes 13. Schulkind das bevorzugte Verkehrsmittel. „Das bringt mehrere Vorteile: Bewegung hält gesund, die Kinder werden im Straßenverkehr kompetenter und sie starten munterer in den Unterricht“, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.
Weniger positiv wirken sich sogenannte Elterntaxis aus. Werden Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule gebracht, fehlt ihnen nicht nur die Bewegung, sondern es entstehen auch Verkehrsprobleme. Immer mehr Gemeinden setzen daher Gegenmaßnahmen wie Schulstraßen, autofreie Vorplätze oder Verkehrsberuhigung um. Vorzeigeprojekte sind etwa die „Bicibusse“ in Wölfnitz und Welzenegg, bei denen Kinder gemeinsam mit Erwachsenen auf dem Rad zur Schule fahren.
Damit Schulwege sicher und attraktiv bleiben, fordert der VCÖ mehr Tempo-30-Zonen, ein dichtes Netz an Geh- und Radwegen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schulen und Gemeinden. Wichtig sei auch, dass Eltern mit ihren Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben – vom bewussten Links-Rechts-Blick bis hin zur Regel, das Handy während des Schulwegs in der Tasche zu lassen.
Viele erfolgreiche Projekte zur Schulwegsicherheit sind in einer Online-Datenbank des VCÖ unter mobilitaetsprojekte.vcoe.at
Foto: Symbolbild