Pressemeldungen Oktober 2026
SPÖ Kärnten setzt sich für faire Agrarförderungen und weniger Bürokratie ein
Die SPÖ Kärnten will die Rahmenbedingungen für heimische Bauern verbessern. Drei Anträge im Kärntner Landtag sollen vor allem kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe sowie Nebenerwerbsbauern entlasten.
Hinter den Anträgen stehen die Landtagsabgeordneten Michaela Oberlassnig, Armin Geissler und Hermann Srienz sowie Ralph Dörflinger, Landesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten und Spitzenkandidat zur Landwirtschaftskammerwahl.
Bei der Weiterentwicklung der Agrarförderungen soll neben der bewirtschafteten Fläche auch der tatsächliche Arbeitsaufwand stärker berücksichtigt werden. Dazu zählen die Betreuung von Stallflächen, die Tierhaltung und die Pflege der Kulturlandschaft. Bestehende Förderinstrumente sollen gezielt zugunsten kleinerer und mittlerer Betriebe verbessert werden. Ralph Dörflinger möchte insbesondere die Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft stärker sichtbar machen, sie besser vor Altersarmut schützen und sichere Perspektiven für die Hofnachfolge schaffen.
Ein weiterer Antrag sieht einfachere Verwaltungs- und Förderverfahren vor. Bereits vorhandene Betriebsdaten sollen unter Einhaltung des Datenschutzes besser zwischen den zuständigen Stellen genutzt werden, um doppelte Meldungen und wiederholte Dateneingaben zu vermeiden. Zusätzlich sollen die sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen für Nebenerwerbsbauern überprüft und verbessert werden, insbesondere bei Mehrfachversicherungen.
Michaela Oberlassnig verweist darauf, dass viele Landwirte neben ihrem Bauernhof einem weiteren Beruf nachgehen und durch komplizierte Verwaltungsverfahren zusätzlich belastet werden.
Der dritte Antrag beschäftigt sich mit langfristigen Vorsorgemaßnahmen gegen Dürre, Starkregen und Bodenerosion. Landwirtschaftliche Fördermittel sollen gezielter für Humusaufbau, Bodenschutz, Wasserrückhalt und standortangepasste Bewirtschaftung eingesetzt werden. Besonders kleinere Betriebe und Nebenerwerbsbauern sollen von praxisgerechten Förderbedingungen und gezielter Beratung profitieren. Gleichzeitig sollen die Trinkwasserversorgung und natürliche Wasserressourcen geschützt werden.
Mit den drei Landtagsanträgen möchte die SPÖ Kärnten die bäuerlichen Familienbetriebe entlasten und ihre wirtschaftliche Zukunft langfristig absichern.
Foto: SPÖ Kärnten