Pressemeldungen Oktober 2026
Kriege und Populismus: AK Kärnten diskutierte über die Zukunft der Demokratie
Kriege, steigende Lebenshaltungskosten und zunehmende politische Spannungen beschäftigen auch die Menschen in Kärnten. Welche Folgen internationale Krisen für unseren Alltag haben und wie demokratische Gesellschaften darauf reagieren können, war Thema der 15. „Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung“ der Arbeiterkammer Kärnten.
Unter dem Titel „Neue Welt(un)ordnung“ diskutierten Experten und interessierte Besucher über geopolitische Machtverschiebungen, gesellschaftliche Polarisierung und die Zukunft demokratischer Institutionen.
AK-Präsident Günther Goach über die Folgen internationaler Krisen
AK-Präsident Günther Goach verwies darauf, dass globale Entwicklungen auch in Kärnten spürbar sind. „Das zeigt sich insbesondere in Lieferkrisen, steigenden Lebenshaltungskosten sowie im Druck auf die soziale Sicherheit und die Gesundheitsvorsorge. Wir können internationale Entwicklungen nicht unmittelbar gestalten. Aber wir können entscheiden, wie wir als Gesellschaft damit umgehen, unsere demokratischen Institutionen stärken, für sozialen Ausgleich sorgen und Beteiligung ermöglichen.“
Rechtswissenschaftler Johannes Tropper beschäftigte sich mit den Auswirkungen geopolitischer Machtverschiebungen auf das Völkerrecht. Neben dem zunehmenden Druck auf internationale Institutionen verwies er auch auf neue internationale Abkommen und die stärkere Einbindung des Globalen Südens. Demokratie- und Konfliktforscherin Daniela Ingruber warnte vor demokratischen Rückschritten, gesellschaftlicher Polarisierung und populistischen Tendenzen. Sie betonte die Bedeutung politischer Bildung, einer lebendigen Streitkultur und einer aktiven Zivilgesellschaft. Schriftstellerin Birgit Birnbacher ergänzte die Diskussion um die Frage, wie sich globale Veränderungen auf das tägliche Leben der Menschen auswirken.
Daniel Weidlitsch, Abteilungsleiter Bildungspolitik, Jugend & Kultur der AK Kärnten, unterstrich die Bedeutung des Austauschs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. „Die Kärntner Gespräche leisten einen wesentlichen Beitrag zur politischen Bildungsarbeit der AK Kärnten, indem sie gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und einen fundierten Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit ermöglichen.“
Die gesamte Veranstaltung kann unter kaernten.arbeiterkammer.at online nachgesehen werden
Foto: AK Kärnten/Helge Bauer