Pressemeldungen Oktober 2026
Kärnten beschließt Babykarenz für Bürgermeisterinnen
Der Kärntner Landtag beschließt heute eine neue Karenzregelung für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Mitglieder der Stadtsenate von Klagenfurt und Villach. Damit soll die Vereinbarkeit von Familie und politischen Aufgaben verbessert werden.
Die neue Regelung ermöglicht einen Karenzurlaub von mindestens einem Monat und höchstens einem Jahr. Während dieser Zeit werden 50 Prozent der bisherigen Bezüge weitergezahlt.
Bisher gab es für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Kärnten keine entsprechende Karenzregelung. SPÖ-Klubobmann-Stellvertreterin Manuela Lobnik verweist auf die Herausforderungen, die mit der Geburt eines Kindes und der gleichzeitigen Verantwortung für eine Gemeinde verbunden sind.
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, die selbst mehr als zehn Jahre Bürgermeisterin war, betont: „Wer Bürgermeisterin oder Bürgermeister wird, übernimmt Verantwortung für viele Menschen. Wer Mutter oder Vater wird, übernimmt Verantwortung für den eigenen Nachwuchs. Das darf sich nicht ausschließen, denn niemand soll sich zwischen der eigenen Familie und dem Engagement für seine Gemeinde entscheiden müssen.“
Mit der Neuregelung sollen insbesondere für Frauen und junge Menschen die Hürden zwischen Familienplanung und politischen Ämtern verringert werden. SPÖ-Frauensprecherin LAbg. Ruth Feistritzer verweist darauf, dass 51 Prozent der Kärntner Bevölkerung Frauen sind. Eine stärkere Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungen sei deshalb wichtig.
Auch SPÖ-LAbg. Nicole Schojer begrüßt die neue Regelung. Frauen würden weiterhin den Großteil der familiären Kinderbetreuung übernehmen. Bessere Rahmenbedingungen könnten ihnen den Einstieg und Verbleib in politischen Funktionen erleichtern.
Foto: SPÖ-Landtagsklub Kärnten