Pressemeldungen Oktober 2026
Gesunde Böden und weniger Lebensmittelabfälle: Kärnten setzt auf mehr Bio
Trockenperioden und Starkregen stellen die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Fruchtbare Böden, die Wasser gut speichern können, spielen deshalb eine wichtige Rolle für die Lebensmittelproduktion.
Umweltreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger: „Gesunde Böden sind eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Sie ermöglichen die Produktion unserer Lebensmittel. Gerade angesichts von Trockenperioden und Starkregen wird es immer wichtiger, ihre Fruchtbarkeit und ihre Fähigkeit zur Wasserspeicherung langfristig zu erhalten. Gleichzeitig müssen wir sorgsam mit unseren Lebensmitteln umgehen und weniger davon wegwerfen. So leisten wir einen Beitrag – Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Kostenreduktion.“
BIO AUSTRIA Kärnten verweist darauf, dass im Biolandbau auf mineralische Düngemittel und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet wird. Gleichzeitig spielt der Aufbau von Humus eine wichtige Rolle. Mehr organische Substanz verbessert laut BIO AUSTRIA die Bodenstruktur und die Fähigkeit, Wasser zu speichern.
Veronika Gschöpf-Procházka, Bio-Beraterin bei BIO AUSTRIA Kärnten: „Wir entscheiden bei unserem Einkauf von Lebensmitteln mit, was mit unseren Böden passiert.“ Sie verweist darauf, dass landwirtschaftliche Flächen zur Lebensmittelerzeugung weniger werden und deshalb der Erhalt fruchtbarer Böden an Bedeutung gewinnt.
Auch Gemeinschaftsverpflegung und Großküchen stehen im Mittelpunkt. Planung, Einkauf, Zubereitung und Portionsgrößen können dazu beitragen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
Die „Küche der Zukunft Challenge“ von BIO AUSTRIA und dem Verein ZUKUNFT:Essen begleitet Großküchen dabei. Ziele sind mehr biologische Lebensmittel, mehr pflanzenbasierte Speisen, weniger Lebensmittelverschwendung und eine bessere Kommunikation des Verpflegungsangebots. Das Kolpinghaus Klagenfurt Ost nimmt diesen Weg bereits in Angriff.
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger: „Es geht darum, gute Lösungen sichtbar zu machen und voneinander zu lernen. Wir haben in Kärnten bereits Betriebe und Einrichtungen, die zeigen, was möglich ist. Diese Erfahrungen wollen wir weitergeben und weitere Küchen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Jeder Schritt, der Lebensmittelabfälle reduziert und unsere natürlichen Ressourcen schont, zählt.“
Am 16. Oktober wird außerdem der Bio Award Kärnten verliehen. Am 11. November folgt im Schloss Töscheldorf der Bio-Gastro-Praxistag. Dort geht es unter anderem um pflanzenbasierte Speisen, alkoholfreie Getränke und bioregionales Biofleisch.
Foto: Büro Lagger-Pöllinger