Nach einem Sommer mit 55 Hitzetagen in Kärnten geht Fridays For Future erneut auf die Straße. Am Freitag, 30. Oktober 2026, treffen sich die Teilnehmer um 14 Uhr am Neuen Platz in Klagenfurt und ziehen anschließend mit ihrer Demonstration durch die Stadt.
Unter dem Motto „Ohne Klimaschutz ist alles nix“ bildet der Protest den Abschluss eines Klimastreikmonats mit insgesamt drei Demonstrationen. Die Organisation verweist auf die Folgen der sommerlichen Hitze für die Landwirtschaft und die Gesundheit der Bevölkerung. Dürre, Brände und hohe Temperaturen hätten gezeigt, wie dringend weitere Klimaschutzmaßnahmen notwendig seien.
Fridays For Future fordert verbindliche Klimaziele bis 2030
Die Klimaaktivisten kritisieren die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung als unzureichend. Sie verlangen einen verbindlichen Klimafahrplan, der das Erreichen der Klimaziele bis 2030 sicherstellen soll.
„Ein Klimaschutzgesetz ohne rechtliche Verbindlichkeit ist angesichts der eskalierenden Klimakrise ein schlechter Witz. Nur mit bindenden Zielen können wir uns vor noch heftigeren Sommern wie diesem schützen“, sagt Julia (25) von Fridays For Future Kärnten.
Weitere Forderungen sind der Ausbau erneuerbarer Energien und eine lückenlose CO2-Bepreisung. Dadurch sollen laut der Organisation die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert und die Stromkosten gesenkt werden.
Mit dem dritten Klimastreik im Oktober möchte Fridays For Future Kärnten den Druck auf die Bundesregierung erhöhen.
„Wir gehen diesen Monat dreimal auf die Straße, weil wir das Stillschweigen und das ständige Verschieben von Klimaschutzmaßnahmen unserer Bundesregierung nicht mehr hinnehmen dürfen“, erklärt Klimaaktivistin Larissa (22). Sie verweist darauf, dass wirksamer Klimaschutz aus ihrer Sicht auch für die Gesundheit, die Wirtschaft und die Landwirtschaft entscheidend sei.
Foto: Fridays For Future Kärnten