Pressemeldungen November 2025
In Kärnten heuer weniger Alko-Unfälle, erhöhte Vorsicht in der Punschzeit!
Im ersten Halbjahr 2025 ist die Zahl der Alko-Unfälle in Kärnten gesunken, als einziges Bundesland in Österreich. Laut einer aktuellen Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) wurden 89 Alko-Unfälle registriert, bei denen 106 Menschen verletzt wurden. Das sind 16 Verletzte weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Trotz des Rückgangs bleibt die Zahl der Betroffenen hoch. Seit 2015 kamen in Kärnten 25 Menschen bei Alko-Unfällen ums Leben, rund 2.500 wurden verletzt. Im ersten Halbjahr 2025 gab es zwar keinen tödlichen Alko-Unfall, doch die Gefahr bleibt bestehen, besonders jetzt, wo die Punsch- und Glühweinzeit beginnt.
„Bereits bei 0,5 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko, bei einem Promille steigt es auf das Siebenfache, bei zwei Promille sogar auf das 35-Fache“, warnt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Sie betont, dass viele die Wirkung von Punsch und Glühwein unterschätzen: „Die Süße überdeckt den Alkoholgeschmack, und der Gehalt kann stark variieren. Die Devise ‚Don’t drink and drive‘ ist unbedingt zu beherzigen.“
Zwischen den Bezirken Kärntens zeigen sich deutliche Unterschiede. Laut Statistik Austria war der Anteil der Alko-Unfälle im Bezirk Völkermarkt mit 9,7 Prozent am höchsten, gefolgt von Feldkirchen mit 9,2 Prozent. Am niedrigsten lag der Anteil in Hermagor mit 1,6 Prozent.
Der VCÖ rät, besonders in der Vorweihnachtszeit Bus, Bahn oder Anrufsammeltaxis zu nutzen. „Ein gutes öffentliches Verkehrsangebot macht unsere Mobilität sicherer und umweltfreundlicher“, so Jaschinsky. Auch bessere Geh- und Radwege zwischen Ortschaften könnten helfen, Unfälle zu vermeiden – vor allem nachts, wenn Menschen zu Fuß unterwegs sind.
Im Vorjahr führte die Polizei in Kärnten über 130.000 Alko-Kontrollen durch, 3.102 davon endeten mit einer Anzeige. Der VCÖ appelliert auch an das soziale Umfeld: „Gute Freunde greifen ein und schauen nicht weg, wenn jemand betrunken fahren will.“
Foto: Symbolbild