Pressemeldungen November 2025
Fridays for Future protestierte in Klagenfurt gegen 30 Jahre leere Klimaversprechen
Während in Belém die dreißigste Weltklimakonferenz tagt, hat Fridays for Future Kärnten heute in der Klagenfurter Innenstadt eine Protestperformance gezeigt. Dabei wurden zwei Aktivisten symbolisch mit Öl überschüttet, um auf die zerstörerische Rolle fossiler Energien aufmerksam zu machen.
Fridays for Future erklärt dazu: „Dreißig Jahre Klimakonferenzen haben keine wirksame Lösung für die Krise und keine globale Gerechtigkeit gebracht. Statt die Menschen zu schützen und Verantwortung für die Schäden zu übernehmen, die sie verursacht haben und weiter verursachen, verhandeln die Mächtigen weiter die Interessen der Reichen und der fossilen Industrie und blockieren Veränderung!”
Die Gruppe kritisiert große Widersprüche am Konferenzort Belém, wo über den Schutz des Amazonas Regenwaldes verhandelt wird, während gleichzeitig für eine neue Autobahn Wald gerodet wurde. Auch indigene Gemeinschaften und soziale Bewegungen sind bei den Verhandlungen ohne Stimmrecht.
Laut Fridays for Future zeigt die Lage deutlich, dass das 1,5 Grad Ziel kaum noch erreichbar ist und dass Klimaschutz eine völkerrechtliche Pflicht sei. In Österreich fehle jedoch seit über vier Jahren ein Klimaschutzgesetz. Daher fordert die Gruppe von der COP30 verbindliche Maßnahmen zum Ausstieg aus fossilen Energien und von der Bundesregierung ein sofortiges Klimaschutzgesetz sowie Klimaneutralität bis 2040.
Fridays for Future ruft dazu auf, die Entwicklungen der COP30 aufmerksam zu verfolgen und sich in Österreich aktiv für Klimagerechtigkeit einzusetzen. Zum Abschluss sagt die Gruppe: „Die Klimakonferenz feiert ihren 30. Geburtstag, doch zu feiern gibt es eigentlich nichts. Deshalb kämpfen auch wir weiter!”
Foto: Fridays for Future Kärnten. Video: Mein Klagenfurt