Pressemeldungen Mai 2026
Welttag der Biene: Acht Bienenvölker summen im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt
Im Garten des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt summt es rund um den Welttag der Biene am 20. Mai besonders intensiv. Acht Bienenvölker finden dort zwischen Obstbäumen, Sträuchern und Blühflächen ideale Bedingungen vor. Das Bienenhaus vor den Klostermauern ist Teil eines naturnah gestalteten Umfelds, das laut Krankenhaus laufend weiterentwickelt wird und einen Beitrag zur Biodiversität leisten soll.
„Für die Tiere ist das wie ein reich gedecktes Buffet“, erklärt Bienenwirtschaftsmeisterin Ing. Mag. Michaela Kohlbacher-Schneider. Die Bienen profitieren von der vielfältigen Blütenpracht am Krankenhausgelände. Mit einem Flugradius von bis zu drei Kilometern nutzen sie zudem das Nahrungsangebot in der Umgebung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung. Bevorzugt werde dabei immer das Angebot in unmittelbarer Nähe, da jeder weitere Flug zusätzliche Energie koste.
Auch innerhalb des Elisabethinen-Krankenhaus werde das Projekt aufmerksam begleitet. „Ich schaue immer wieder bei unseren Bienen im Klostergarten vorbei – dieses ruhige, konzentrierte Arbeiten hat etwas Faszinierendes“, sagt die Kaufmännische Direktorin Mag. Dr. Elke Haber, MBA. Im Winter werde beim Öffnen eines Glases des hauseigenen Honigs sichtbar, wie viel Natur und Engagement hinter dem Projekt stecke.
Wie viel Honig entsteht, hängt laut Krankenhaus von mehreren Faktoren ab. Neben dem Wetter spielen vor allem das Blütenangebot und die Verfügbarkeit von Honigtau eine wichtige Rolle. In der Imkerei spricht man dabei von der sogenannten „Tracht“, also einem besonders reichhaltigen Angebot an Nektar oder Honigtau. Nach intensiven Blühphasen kann es zu sogenannten „Trachtlücken“ kommen, also Zeiten mit geringerem Nahrungsangebot. Dann müssen Bienen größere Distanzen zurücklegen.
In Klagenfurt seien solche Engpässe jedoch eher selten, da über weite Teile des Jahres ein kontinuierliches Nahrungsangebot vorhanden sei. Typisch für die Region sei vor allem Wald- und Blatthonig, während Blütenhonig häufig von den Bienen selbst verbraucht werde.
Im Bienenhaus am Krankenhausgelände werden die acht Bienenvölker gemeinsam mit Bienenwirtschaftsmeisterin Michaela Kohlbacher-Schneider betreut. Neben der Honigproduktion steht ein nachhaltiger und verantwortungsvoller Umgang mit der Natur im Mittelpunkt.
Die Betreuung erfolge bewusst schonend und naturnah. Auch bei Herausforderungen wie der Varroa-Milbe werde auf nachhaltige Methoden gesetzt, um die Gesundheit der Bienen langfristig zu sichern.
„Gesunde Bienenvölker sind die Grundlage für alles – für die Bestäubung, für den Honig und für ein funktionierendes Ökosystem“, so Kohlbacher-Schneider. „Imkerei bedeutet vor allem beobachten und verstehen. Man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, ob es den Bienen gut geht oder ob sich etwas verändert.“
Für das Elisabethinen-Krankenhaus sind die Bienenstöcke Teil eines größeren Nachhaltigkeitskonzepts. Das Haus entwickelt sich nach eigenen Angaben konsequent in Richtung „Green Hospital“. „Wir wollen Nachhaltigkeit im Alltag sichtbar machen und konkret leben“, sagt Kaufmännische Direktorin und CSR-Managerin Elke Haber. Bienen würden anschaulich zeigen, wie eng Umwelt, Gesundheit und Verantwortung miteinander verbunden seien.
Das Projekt macht auch deutlich, wie wichtig gerade im städtischen Raum private Gärten für Bienen und andere Bestäuber sind. Der bewusste Umgang mit Pflanzenschutzmitteln spiele dabei eine entscheidende Rolle, da viele Substanzen nicht nur Schädlinge, sondern auch Bienen beeinträchtigen können.
Foto: EKH