Pressemeldungen Mai 2026
Neuer Anlauf für tierärztlichen Notdienst: Land Kärnten bietet Städten Förderung an
In Kärnten leben Schätzungen zufolge über 50.000 Hunde und 130.000 Katzen in rund 40 % der Haushalte. Da derzeit kein flächendeckender und systematisch organisierter tierärztlicher Notdienst existiert, macht das Land Kärnten nun den Städten Klagenfurt und Villach ein konkretes Finanzierungsangebot.
Klagenfurt und Villach sollen als Zentren für zwei tierärztliche Versorgungsregionen fungieren und maßgeschneiderte Projekte für ihr jeweiliges Einzugsgebiet vorlegen. Das Land Kärnten bietet hierfür eine freiwillige Förderung von bis zu 35.000 Euro pro Jahr und Region an, sofern die Projekte eine umfassende Versorgung sicherstellen.
Tierschutzreferentin Beate Prettner präzisiert das Angebot: „Das Land Kärnten macht darum den Städten Klagenfurt und Villach das Angebot, zwei Versorgungsregionen zu gründen, in denen die Städte das jeweilige Zentrum bilden. Die Städte sollen Projekte für die Umsetzung eines tierärztlichen Notdienstes vorlegen, die zu ihren Regionen passen und das Einzugsgebiet ringsum mitbedenken.“
Zwar bieten viele Tierärzte bereits Leistungen außerhalb der regulären Zeiten an, doch es fehlt an einer verlässlichen Organisation. SPÖ-Tierschutzsprecher Maximilian Rakuscha betont: „Trotzdem braucht es eine geregelte Struktur, um verlässlich und flächendeckend die Versorgung für alle Tiere in Not sicherzustellen.“
In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Modelle, etwa in Klagenfurt, die jedoch aufgrund des Rückzugs städtischer Finanzierungsanteile endeten. Da die Einrichtung eines Notdienstes eine freiwillige Leistung ist, hofft das Land nun auf eine rasche Zusammenarbeit mit den Stadtverantwortlichen.
Nächste Schritte
Die Städte sind nun aufgerufen, das vorhandene Know-how in neue Projektkonzepte zu gießen. „Desto schneller wir das gemeinsam anpacken, desto schneller kann die Umsetzung starten“, so Prettner und Rakuscha.