Pressemeldungen Mai 2026
Klimastatusbericht: Trinkwasserversorgung wird auch in Kärnten zur Zukunftsfrage
Der Klimastatusbericht 2025 zeigt zunehmende Auswirkungen der Klimaveränderung auf Grundwasser und Versorgungssicherheit. Kärnten setzt laut Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger auf Investitionen in die Wasserversorgung, regionale Vernetzung und Vorsorgemaßnahmen gegen Trockenperioden.
Längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und häufigere Extremwetterereignisse führen demnach dazu, dass weniger Wasser im Boden versickert und die Grundwasserstände sinken. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf in mehreren Bereichen.
Wasserreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger betont die Bedeutung einer langfristigen Planung: „Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Gerade die vergangenen trockenen Wochen zeigen, wie wichtig es ist, Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern und frühzeitig vorzusorgen. Versorgungssicherheit beginnt nicht erst dann, wenn Wasser knapp wird, sondern dort, wo rechtzeitig geplant, investiert und gemeinsam gehandelt wird.“
Laut Bericht werde Wasser zunehmend zu einer zentralen Zukunftsfrage. Wenn Grundwasserressourcen regional zurückgehen und gleichzeitig der Bedarf steigt, betreffe dies nicht nur Landwirtschaft und Wirtschaft, sondern auch die Versorgungssicherheit der Bevölkerung.
Kärnten setze deshalb auf vorausschauende Maßnahmen. Dazu zählen Investitionen in moderne Wasserversorgung, die Vernetzung von Gemeinden und Regionen sowie der Ausbau der Trinkwasser- und Notversorgung.
Zusätzlich setzt das Land auf Naturschutzprojekte, Umweltschutzmaßnahmen und den Schutz natürlicher Ökosysteme, um die Widerstandskraft der Regionen zu stärken.
Lagger-Pöllinger erklärt dazu: „Wir müssen Wasser, Umwelt und Gemeinden gemeinsam denken. Anpassung an die Klimaveränderung heißt, rechtzeitig vorzusorgen – mit moderner Infrastruktur, intakten Ökosystemen und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.“
Ein konkretes Beispiel sei die geplante überregionale Wasserschiene im Kärntner Zentralraum. Damit soll die Trinkwasser- und Notversorgung langfristig abgesichert und Gemeinden besser auf Trockenperioden und Krisensituationen vorbereitet werden.
Foto: Mein Klagenfurt