Pressemeldungen Mai 2026
Greenpeace: Neuer Platz braucht mehr Bäume und Grünflächen
Eine neue Greenpeace-Analyse zu Österreichs Stadtzentren reiht Klagenfurt auf Platz fünf unter den neun Landeshauptstädten ein. Die Umweltorganisation fordert eine Entsiegelungs-Offensive und mehr „Schwammstadt“-Maßnahmen, vor allem rund um den Neuen Platz in Klagenfurt.
Positiv bewertet die Organisation die größeren Grünflächen an den Rändern des Klagenfurter Stadtkerns. Kritisch gesehen wird allerdings die stark frequentierte Innere Stadt. Vor allem rund um den Neuen Platz gebe es kaum Grünflächen und Bäume, weshalb dort deutlicher Nachbesserungsbedarf bestehe.
Im Österreich-Vergleich führt Bregenz mit 38,3 Prozent Grünanteil vor Linz mit 33,4 Prozent und Graz mit 32,2 Prozent. Hinter Klagenfurt liegen Eisenstadt, Wien, St. Pölten und Innsbruck.
Bäume und Grünflächen würden Hitzeinseln reduzieren, Regenwasser speichern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität verbessern. Grünflächen mit Bäumen könnten die Umgebungstemperatur im Vergleich zu dicht verbauten Bereichen um durchschnittlich elf Grad senken.
Gleichzeitig verweist Greenpeace auf das sogenannte „Schwammstadt-Prinzip“. Unversiegelte und bepflanzte Böden könnten Regenwasser aufnehmen, speichern und so Kanalisationen entlasten sowie Überflutungen vorbeugen.
Die Umweltorganisation fordert deshalb eine gezielte Entsiegelungs-Offensive für „graue“ Stadtzentren. Asphalt und Beton sollen verstärkt aufgebrochen und durch Grünflächen, Baumalleen, begrünte Fassaden und Blühstreifen ersetzt werden. Gerade in stark verbauten Bereichen und Fußgängerzonen brauche es mehr natürliche Beschattung und Aufenthaltsqualität.
Foto: Mein Klagenfurt