Pressemeldungen Mai 2026
2,4 Millionen: Stadt prüft Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung für den Flughafen
Für weitere Investitionen am Klagenfurter Flughafen wurde von der K-BV (Kärntner Beteiligungsverwaltung) eine Kapitalerhöhung festgelegt. Aufgrund der herausfordernden Finanzlage für Städte und Gemeinden prüft die Landeshauptstadt Klagenfurt vor einer Entscheidung die Notwendigkeit der Kapitalerhöhung und evaluiert weitere Möglichkeiten.
Die Landeshauptstadt Klagenfurt steht vor einer wichtigen Entscheidung betreffend ihrer Anteile am Flughafen Klagenfurt. Angesichts einer bevorstehenden Kapitalerhöhung, die von der Kärntner Beteiligungsverwaltung (K-BV) festgelegt wurde, müsste die Stadt 2,4 Millionen Euro aufbringen, um Anteile von 20 Prozent zu halten. Geld, dass die Stadt aufgrund der angespannten Finanzlage, in der sich Städte und Gemeinden derzeit befinden, nicht hat.
Um eine für alle Beteiligten gute Lösung zu erreichen, hat Bürgermeister Christian Scheider gestern, Mittwoch, ein Gespräch mit K-BV-Vorstand Mag. Martin Payer, Finanz- und Beteiligungsreferentin Stadträtin DI Constance Mochar und juristischen und wirtschaftlichen Fachexperten im Rathaus einberufen.
„Bevor wir eine Entscheidung über Steuergeld, das in vielen Bereichen der Stadt gebraucht wird, treffen, müssen einige Punkte und Möglichkeiten diskutiert werden, um einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Schritt setzen“, so Bürgermeister Christian Scheider, der betont: „Der Flughafen ist laut Wirtschaftsprüfern in keinster Weise in Gefahr und kann sich selbst finanzieren, auch wenn die Stadt die Kapitalerhöhung nicht mitträgt.“
„Wir können es uns nicht leisten, öffentliche Gelder nicht zielgerichtet und verantwortungsvoll einzusetzen. Das sind wir den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern schuldig. Deshalb unterstütze ich den Weg des Bürgermeisters, alle Optionen sorgfältig zu prüfen, bevor wir eine Entscheidung treffen, die langfristige finanzielle Auswirkungen hat“, betont auch Finanz- und Beteiligungsreferentin Stadträtin DI Constance Mochar.
Vorerst wurde erreicht, dass die Generalversammlung der Flughafenbetriebsgesellschaft, bei der die Kapitalerhöhung beschlossen werden soll, von 3. auf den 12. Juni vertagt wird. Der Zeitraum wird genutzt, um einige relevante Fragen zu klären. Zum Beispiel, ob im Hinblick auf Businessplan und Budgetplan der Flughafenbetriebsgesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt Investitionen, die eine Kapitalerhöhung notwendig machen, tatsächlich notwendig sind.
Geprüft wird auch eine Möglichkeit, die schon im Vorjahr diskutiert wurde, nämlich die Anteile der Stadt zu einem fairen Preis an das Land – bzw. die K-BV – zu übertragen.
„Der Flughafen Klagenfurt ist eine wichtige Infrastruktur für die Stadt“, so Bürgermeister Scheider. „Wir sind an einer für alle Beteiligten guten Lösung interessiert und werden diese auch finden. Die Zeit bis 13. Juni ist zu nutzen, um Möglichkeiten zu evaluieren, juristisch und betriebswirtschaftlich prüfen zu lassen und auch für konstruktive Gespräche zwischen den Eigentümern.“
Foto: Mein Klagenfurt