Pressemeldungen Mai 2026
1.200 Menschen protestieren am Vorplatz der Universität Klagenfurt gegen Budgetkürzungen
Studierende, Wissenschaftler und Mitarbeiter der Universität Klagenfurt protestierten am Donnerstag gegen angekündigte Budgetkürzungen des Bundes. Auch Bürgermeister Christian Scheider und Bildungsreferent Ronald Rabitsch warnen vor Folgen für Bildung, Forschung und den Standort Kärnten.
Mit Trillerpfeifen, Transparenten und klaren Botschaften haben am Donnerstag rund 1.200 Studierende, Wissenschaftler und Mitarbeiter der Universität Klagenfurt gegen die geplanten Kürzungen bei der Finanzierung der österreichischen Universitäten protestiert. Die Kundgebung fand vor dem Hauptgebäude der Universität statt.
Auf Transparenten standen Slogans wie „Demokratie braucht Wissenschaft“, „Geld für die Lehre, statt leere Versprechen“ oder „Bildung statt Kürzungspolitik“. Die Demonstration verlief ruhig, aber entschlossen.
Hintergrund sind die vom Bund angekündigten Einsparungen bei den öffentlichen Universitäten in der Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030. Laut Universitätenkonferenz (uniko) sollen den 22 öffentlichen Universitäten künftig 15,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Universitäten wären jedoch allein zum Inflationsausgleich rund 18 Milliarden Euro notwendig. Die Hochschulen sprechen daher von einer faktischen Kürzung um 2,5 Milliarden Euro beziehungsweise rund 14 Prozent.
Rektorin Ada Pellert betonte die Bedeutung der Universität für Kärnten: „Die Universität Klagenfurt ist weit mehr als eine Bildungsinstitution – sie ist einer der zentralen Zukunfts und Innovationstreiber Kärntens.“ Massive Budgetkürzungen würden nicht nur die Universität treffen, sondern auch den Standort schwächen, Arbeitsplätze gefährden und die Innovationskraft der Region beeinträchtigen.
Auch Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider sprach sich klar gegen die geplanten Einsparungen aus. Die Universität sei ein unverzichtbarer Impulsgeber für Ausbildung, Forschung und qualifizierte Beschäftigung in der Region. Kürzungen würden nicht nur wissenschaftliche Leistungen beeinträchtigen, sondern auch die wirtschaftliche und soziale Stabilität gefährden.
Vizebürgermeister und Bildungsreferent Ronald Rabitsch erklärte: „Wissenschaft und Bildung sind wesentliche Fundamente unserer Demokratie. Gerade in unseren Zeiten ist es unerlässlich, dieses Fundament zu stärken – und nicht zu schwächen.“
Die heutige Kundgebung in Klagenfurt reiht sich in eine österreichweite Protestbewegung ein. Bereits am Vortag hatten laut Veranstaltern rund 28.000 Menschen in Wien gegen die geplanten Einsparungen demonstriert.
Foto und Video: Mein Klagenfurt