Pressemeldungen September 2026
„Jagdkampf 26“: 1.500 Soldaten übten zwölf Tage lang in Kärnten
Zwölf Tage dauerte die Übung „Jagdkampf 26“ der 7. Jägerbrigade/Jagdkampf in Kärnten. Von 7. bis 18. September 2026 wurden einerseits die Soldaten des Einrückungstermins April 2026 einer Zielüberprüfung unterzogen. Andererseits diente die Übung als praktischer Verfahrenstest im Rahmen der Weiterentwicklung und Transformation der „Siebten“, kurz WE7X.
Der Übungsraum lag vor allem in Unterkärnten. Dabei wurden neue Verfahren und Ausrüstungsinnovationen erprobt, darunter Drohnen und das digitale Führungsinformationssystem SitAware.
Im Einsatz waren rund 1.500 Soldaten, zahlreiche Waffensysteme, etwa 250 Gefechtsfahrzeuge, zehn Drohnen sowie jeweils sieben Sturmboote und Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres.
Zu den Übungszielen gehörte die Zielüberprüfung der Soldaten, die im April 2026 eingerückt waren. In einem Szenario der Militärischen Landesverteidigung sollten neue Fähigkeiten und Einsatzgrundsätze der Jagdkampfbrigade angewendet werden.
Geübt wurde außerdem der synchronisierte Einsatz von Hubschraubern, Drohnen und elektronischer Kampfführung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Zusammenwirken innerhalb der Brigade und dem Führen des Gefechts über das digitale Führungsinformationssystem SitAware.
Die Durchhaltefähigkeit der Soldaten wurde über einen Zeitraum von bis zu 120 Stunden überprüft.
Großübungen wie „Jagdkampf 26“ sollen laut Bundesheer die Einsatzbereitschaft zur Militärischen Landesverteidigung auf die Probe stellen und sicherstellen. Die Soldaten werden dafür ausgebildet und militärisch weiterentwickelt. Das Leitmotiv der „Siebten“ lautet „Überlegenheit durch Können“.
Dem Szenario der Übung lag die Annahme zugrunde, dass feindliche Kräfte bis in den Raum Kärnten vorgedrungen waren und weiter in Richtung eines fiktiven Nachbarlandes vorstoßen wollten. Das Österreichische Bundesheer befand sich damit im angenommenen Verteidigungsfall.
Die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf befand sich in Oberkärnten im Verfügungsraum. Ihr Auftrag bestand darin, den Kampf in der Tiefe des Gegners zu führen, um einen Gegenangriff zu ermöglichen. Zusätzlich wurde die Brigade im rückwärtigen Raum zum Kampf gegen subversiv kämpfende Kräfte eingesetzt.
Zu den besonders fordernden Teilen der Übung gehörte das fast zeitgleiche und synchronisierte Verbringen der Aufklärungs- und Jagdkampfkräfte mit Hubschraubern, Booten und Fahrzeugen in ihre Einsatzräume. Vorgestaffelt erfolgte eine Aufklärung mit Drohnen.
In der zweiten Übungswoche folgten nächtliche Überfälle der Jagdkampfkräfte in den drei Einsatzräumen Untermitterdorf, Rinkenberg und Bleiburg.
„Jagdkampf 26“ fand auch im zivilen Umfeld und in Wohngebieten und damit im unmittelbaren Lebensumfeld der Bevölkerung statt. Bereits im Vorfeld mussten dafür Absprachen mit Grundstückseigentümern, Anrainern und Behörden getroffen werden.
Die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf bedankt sich bei der Bevölkerung, den Behörden und den Blaulichtorganisationen für das Verständnis und die Unterstützung während der Übung.
Zum Abschluss traten alle Übungsteilnehmer bei leichtem Nieselregen am Truppenübungsplatz Glainach an. Brigadekommandant Brigadier Horst Hofer lobte den persönlichen Einsatz der Soldaten. Trotz teilweise widriger Witterungsverhältnisse und einer sehr fordernden Auftragslage seien Höchstleistungen vollbracht worden.
Seine Bilanz: „Waren wir perfekt? Sicher nicht. Sind wir auf dem richtigen Weg? Ganz sicher!“
Für die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf stellt die Übung einen wichtigen Meilenstein ihrer Weiterentwicklung und einen Prüfstein für die Leistungs- und Führungsfähigkeit der Soldaten dar.
Brigadier Horst Hofer formulierte es zum Abschluss so: „Ich würde mit jeder und jeden von Ihnen sofort in den Einsatz gehen.“
Foto: Thomas Oberdorfer/Bundesheer