Pressemeldungen März 2026
Männer verursachen deutlich mehr tödliche Verkehrsunfälle als Frauen
In Kärnten sind im Vorjahr viermal so viele Männer wie Frauen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des VCÖ auf Basis von Daten des Innenministeriums und der Statistik Austria anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags.
Demnach lag der Frauenanteil an den Verkehrstoten 2025 bei 20 Prozent, während Männer deutlich häufiger betroffen waren. Auch in den Jahren zuvor zeigte sich ein ähnliches Bild: Im Dreijahreszeitraum von 2023 bis 2025 kamen in Kärnten 23 Frauen und 72 Männer bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Die Unterschiede zeigen sich auch bei den Verkehrsmitteln. Während in den vergangenen drei Jahren 13 Frauen als Pkw-Insassen tödlich verunglückten, davon sechs als Mitfahrerinnen, waren es bei Männern 27 Todesopfer, von denen 25 selbst am Steuer saßen. Besonders groß ist der Unterschied bei Zweirädern: Bei Fahrrad- und E-Bike-Unfällen gab es in Kärnten in diesem Zeitraum keine tödlich verunglückten Frauen, hingegen starben vier Männer mit dem Fahrrad und sechs mit dem E-Bike. Bei Motorradunfällen kamen drei Frauen und 22 Männer ums Leben.
Auch österreichweit zeigt sich laut VCÖ ein ähnliches Bild: Im Zeitraum 2022 bis 2024 verursachten Männer mit 70.369 Verkehrsunfällen mit Personenschaden mehr als doppelt so viele wie Frauen (32.841). Besonders deutlich ist der Unterschied beim Thema Alkohol am Steuer: Im Dreijahreszeitraum 2022 bis 2024 waren in Österreich sechsmal so viele Alkolenker wie Alkolenkerinnen in Verkehrsunfälle mit Personenschaden involviert.
Der VCÖ fordert deshalb, geschlechtsspezifische Unterschiede stärker in der Verkehrssicherheitsarbeit zu berücksichtigen, etwa bei Präventionskampagnen oder in der Verkehrsplanung. Außerdem müsse die sogenannte „Mobility of Care“, also Wege im Zusammenhang mit Betreuung oder Pflege, stärker berücksichtigt werden. Da Frauen häufiger Begleitwege etwa mit Kindern oder Angehörigen übernehmen, seien sichere Geh- und Radwege sowie ein gutes öffentliches Verkehrsangebot besonders wichtig.
Foto: Symbolbild