Pressemeldungen März 2026
Kärnten setzt mit Koralmbahn auf nachhaltige Eventwirtschaft
Mit der Eröffnung der Koralmbahn im Dezember 2025 eröffnen sich für Kärnten neue Chancen im Bereich der Tagungs-, Kongress- und Eventwirtschaft. Durch die neue Verbindung ist Graz in nur 42 Minuten erreichbar, wodurch Kärnten enger mit der Steiermark zusammenrückt und ein deutlich größerer Markt für Veranstaltungen entsteht.
Mit der sogenannten Area Süd wächst ein Wirtschaftsraum mit rund 1,8 Millionen Menschen und etwa 120.000 Unternehmen enger zusammen. Für Kärnten bedeutet das neue Möglichkeiten für Seminare, Fachkongresse, Unternehmensveranstaltungen und Tagungen, die künftig leichter erreichbar sind. Mit der geplanten Fertigstellung des Semmering-Basistunnels wird sich dieser Einzugsbereich noch weiter vergrößern.
Doch gute Verkehrsanbindungen allein reichen nicht aus, um Veranstaltungen anzuziehen. Internationale Kongresse und große Firmenveranstaltungen werden oft mehrere Jahre im Voraus geplant. Entscheidend ist daher, dass Veranstaltungsorte und Betriebe bereits heute professionell aufgestellt, sichtbar und buchbar sind. Dabei gewinnt ein Faktor zunehmend an Bedeutung: Nachhaltigkeit.
Green Events und Green Locations sind längst kein Nischenthema mehr. Viele Veranstalter verlangen mittlerweile den Nachweis, dass Events nachhaltig organisiert und umgesetzt werden können. Grundlage dafür ist in Österreich häufig das Umweltzeichen für Green Meetings und Green Events (UZ 62).
Die Nachfrage nach solchen Formaten wächst deutlich. Allein 2024 fanden in Österreich mehr als 27.000 Veranstaltungen mit rund 1,83 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, womit erstmals wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht wurde. Besonders gefragt sind Veranstaltungen im Frühjahr und Herbst, also genau in jenen Zeiten, in denen Kärnten zusätzliche touristische Auslastung schaffen möchte.
Um Betriebe und Veranstalter in Kärnten bei diesem Wandel zu unterstützen, wurden erstmals zwei praxisorientierte Leitfäden für Green Events und Green Locations entwickelt. Herausgegeben wurden sie vom Zentrum für nachhaltige Destinationsentwicklung Kärnten, der ARGE Naturerlebnis Kärnten und dem Unternehmen vionmo.
Die Leitfäden orientieren sich an den Kriterien des österreichischen Umweltzeichens und bieten konkrete Unterstützung – etwa durch Checklisten, Beispiele aus der Praxis und klare Schritte zur möglichen Zertifizierung.
Dass nachhaltige Veranstaltungen bereits erfolgreich umgesetzt werden können, zeigt auch ein Beispiel aus Klagenfurt. Das traditionsreiche Hotel Sandwirth richtete Anfang März eine Fachveranstaltung zum Thema Zukunft der Mobilität als zertifiziertes Green Event aus. Der Betrieb selbst ist ebenfalls mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet und setzt zunehmend auf nachhaltige Veranstaltungen und Meetings.
Damit möglichst viele Betriebe und Veranstalter diese Chancen nutzen können, bietet die Kärntner Tourismusakademie am 25. März 2026 eine praxisorientierte Fortbildung zu Green Events und Green Locations an. Dort werden Grundlagen, Anforderungen und praktische Werkzeuge für die Umsetzung nachhaltiger Veranstaltungen vermittelt.
Die Teilnahme im Wert von 300 Euro wird Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, möglichst viele Betriebe fit für den wachsenden Markt nachhaltiger Veranstaltungen zu machen und Kärnten als attraktiven, nachhaltigen Eventstandort weiter zu stärken.
Foto: marygoodfoto/Maria Wawrzyniak