Pressemeldungen Juni 2026
SJG Kärnten fordert Aufklärung nach bekannt gewordenen Chats der Schülerunion
Nach der Veröffentlichung von Screenshots aus einer internen Chatgruppe der Schülerunion fordert die SJG Kärnten eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle. Die bekannt gewordenen Inhalte hätten weitreichende Fragen aufgeworfen und müssten umfassend aufgearbeitet werden.
SJG Landesvorsitzender Paul Kofler betont, dass Sensibilisierungsworkshops und der Rücktritt einzelner Funktionäre aus Sicht der SJG nicht ausreichen würden. „Wir fordern vollständige Transparenz. Wer war in dieser Gruppe? Welche Funktionen bekleiden oder bekleideten diese Personen? Und vor allem, wer in der Bundesorganisation wusste davon und seit wann?“
Darüber hinaus sieht die SJG Kärnten weiteren Klärungsbedarf. Laut Kofler müsse auch geprüft werden, ob Mitglieder anderer ÖVP naher Jugendorganisationen, etwa der Jungen Volkspartei, in dieser oder ähnlichen Chatgruppen aktiv gewesen seien. Aufgrund personeller Überschneidungen dürfe diese Frage nicht unbeantwortet bleiben.
Für die SJG Kärnten steht fest, dass Schülerinnen und Schülervertretung mit besonderer Verantwortung verbunden sei. Die politische Verantwortung für die bekannt gewordenen Vorgänge müsse nun vollständig und öffentlich übernommen werden.
Foto: zVg