Pressemeldungen Juni 2026
ÖVP-Geier: „Klagenfurt investiert zu wenig in den Wirtschaftsstandort“
Die gestern veröffentlichte Wirtschaftsstudie der UniCredit Bank Austria, ist für Wirtschaftsreferent Stadtrat Julian Geier ein Warnsignal. Die Studie weist für 2025 ein bundesweites Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent aus. Im Gegensatz dazu hinkte Kärnten bei der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher und blieb mit minus 0,9 Prozent in der Rezession.
Für Wirtschaftsstadtrat Julian Geier ist der Arbeitsauftrag klar: „Gerade jetzt darf Klagenfurt nicht auf die Bremse steigen. Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger werden, müssen wir umso stärker in unseren Standort investieren.“
Besonders alarmierend sei dabei ein aktueller Vergleich der Wirtschaftsbudgets österreichischer Städte. Während die Stadt Graz rund 9,8 Millionen Euro für die Wirtschaftsabteilung aufwandte, standen in Klagenfurt lediglich rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Noch deutlicher wird die Schieflage im Vergleich mit Villach. Klagenfurt hat rund 105.000 Einwohner, mehr als 9.000 Unternehmen und 76.000 Beschäftigte. Villach hat rund 65.000 Einwohner und knapp 3.000 Unternehmen, investiert aber 4,2 Millionen Euro. „Das ist fast das Dreifache unseres Budgets. Diese Zahlen müssen uns zu denken geben,“ mahnt Geier.
Aktuell erarbeitet STR Geier gerade ein Wirtschaftsleitbild für die Klagenfurt, um ihrer Funktion als Portalstadt für den Süden gerecht zu werden. Die Landeshauptstadt darf nicht länger hinter ihren Möglichkeiten bleiben sondern muss zur wirtschaftlichen Lokomotive des Zentralraums werden. Ziel des Wirtschaftsleitbilds ist es unter anderem für die Landeshauptstadt die seit Jahren überfällige Wirtschaftsstrategie zu erarbeiten.
Bereits im Jänner dieses Jahres hatte er gefordert, langfristig zehn Prozent der Einnahmen aus der Kommunalsteuer wieder direkt in die Standortsicherung und Wirtschaftsförderung zu investieren. Derzeit fließen lediglich rund 1,2 Prozent der Kommunalsteuer in die Entwicklung von Wirtschafts- und Betriebsflächen.
„Wirtschaftsförderung ist keine Ausgabe sondern eine Investition in die Zukunft Klagenfurts. Mehr Unternehmen bedeuten mehr Arbeitsplatzsicherheit, mehr Wertschöpfung und mehr Kommunalsteuer. Genau jene Einnahmen also, die wir später für Kinderbetreuung, Pflege, Sport und Kultur brauchen“, erklärt Geier.
„Wir werden die Budgetprobleme unserer Stadt nicht durch Verwalten des Status lösen, sondern auch durch Wachstum“, so Geier.
Foto: Mein Klagenfurt