Pressemeldungen Juni 2026
Müllabholung in Klagenfurt: Jonke fordert Rücknahme der neuen Verordnung
Die Diskussion um die neue Verordnung zur Müllabholung in Klagenfurt geht weiter. FSP-Vizebürgermeister Patrick Jonke kündigt an, in der Gemeinderatssitzung am 23. Juli einen Dringlichkeitsantrag einzubringen. Ziel sei die vollständige Rücknahme der aktuellen Regelung.
Jonke kritisiert insbesondere die Auswirkungen auf Gehsteige und Wohnanlagen. Mülltonnen würden vielerorts Gehwege verengen, Hindernisse für ältere Menschen und Personen mit Beeinträchtigungen schaffen sowie teilweise Fluchtwege blockieren. Zudem komme es immer wieder vor, dass bereitgestellte Tonnen in den Nachtstunden umgeworfen werden.
Für Kritik sorgt auch die finanzielle Belastung von Mietern. Laut Jonke zeigt ein Schreiben des Geschäftsführers von Klagenfurt Wohnen, dass für die Abholung von Mülltonnen innerhalb von Wohnanlagen zusätzliche Kosten anfallen können.
„Im Stauderhaus mit rund 25 bis 30 Parteien verlangt die Abteilung Entsorgung für diesen Service mehr als 10.000 Euro jährlich. Das bedeutet eine zusätzliche Belastung von 250 bis 300 Euro pro Jahr für jeden einzelnen Mieter. Das ist ein sozialer Anschlag auf die Klagenfurter“, so Jonke.
Der Vizebürgermeister verweist außerdem darauf, dass die Müllgebühren in den vergangenen drei Jahren jährlich um fünf Prozent gestiegen seien, während gleichzeitig Leistungen reduziert worden seien.
Scharfe Kritik übt Jonke an der zuständigen FPÖ-Stadträtin Sandra Wassermann. Diese habe im Vorfeld von einem Einsparungspotenzial gesprochen, konkrete Ergebnisse seien jedoch bislang nicht bekannt geworden.
„Die Menschen müssen heute jeden Euro zweimal umdrehen. Das Leben ist teuer genug. In dieser schweren Zeit braucht es Entlastung. Höhere Gebühren und das Streichen von Leistungen sind der völlig falsche Weg!“, betont Jonke.
Mit einem Dringlichkeitsantrag will die FSP nun erreichen, dass die Müllabholung wieder nach dem bisherigen System erfolgt. Die neue Verordnung soll nach den Vorstellungen Jonkes vollständig rückabgewickelt werden.
Foto: zVg