Pressemeldungen Juni 2026
Konditorei Zehrer: Schaufenster nach Streit um Schokoladenbezeichnung beschmiert
In der Nacht auf Freitag haben Aktivisten des „Widerstandskollektivs Klagenfurt/Celovec“ die Schaufenster der Konditorei Zehrer am Alten Platz in Klagenfurt mit pinker, abwaschbarer Kreidefarbe beschmiert und mehrere Protestplakate angebracht.
Nach Angaben des Kollektivs richtete sich die Aktion gegen den Verkauf einer Schokoladenspezialität, deren Bezeichnung seit längerem wegen ihrer Verwendung eines heute als rassistisch angesehenen Begriffs in der Kritik steht. Auf den Plakaten waren unter anderem die Botschaften „Habt ihr den Schuss nicht gehört?!“ sowie „Wir müssen nicht erklären, warum das N-Wort rassistisch ist!“ zu lesen.
In einer Stellungnahme erklärte das Widerstandskollektiv: „Unsere Botschaft ist klar: Rassismus hat keinen Platz in Klagenfurt.“ Das Kollektiv verweist darauf, bereits Ende 2025 Kritik an der Produktbezeichnung geäußert zu haben. Eine Umbenennung sei vom Unternehmen damals abgelehnt worden.
Die Konditorei erstattete Anzeige. Laut Medienberichten liegen Aufnahmen der Überwachungskameras vor, die den Vorfall dokumentieren sollen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Scharfe Kritik an der Protestaktion kommt von Klagenfurts Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP). „Dieser Anschlag ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein gezielter Angriff auf das friedliche Zusammenleben und das wirtschaftliche Fundament unserer Landeshauptstadt“, erklärt Jonke. Die Konditorei Zehrer sei „ein absoluter Vorzeigebetrieb, der seit Jahrhunderten bei Jung und Alt für herausragende Qualität, Regionalität und gelebte Freundlichkeit steht“.
Jonke fordert eine rasche Auswertung des vorhandenen Videomaterials und die Ausforschung der Verantwortlichen. „Es kann und darf nicht sein, dass ein kleines, radikales Grüppchen in unserer Stadt sein Unwesen treibt und im Schutz der Anonymität glaubt, ungestraft davonzukommen“, so der Vizebürgermeister. Gleichzeitig appelliert er an die Täter, sich den Behörden zu stellen.
Abschließend betont Jonke: „Wir werden als Stadtregierung nicht zulassen, dass Radikale das Klima in unserer Landeshauptstadt vergiften und unsere traditionsreichen Familienbetriebe attackieren. Dieser feige Vandalismus kann und wird so nicht im Raum stehen gelassen.“
Foto: Widerstandskollektiv Klagenfurt/Celovec