Pressemeldungen Juli 2026
OECD-Studie: Klagenfurt hat großes Potenzial als Innovations- und Wirtschaftsstandort
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Ergebnisse ihrer Studie „Unlocking the potential of intermediary cities for regional development in Klagenfurt, Austria“ veröffentlicht. Die Untersuchung wurde im Anschluss an die seit Sommer 2025 durchgeführte „Fact Finding Mission“ erstellt und analysiert die Entwicklungsmöglichkeiten der Landeshauptstadt.
Die OECD stuft Klagenfurt als „self-contained employment hub“ unter den intermediären Städten ein. Demnach verfügt die Stadt über großes Potenzial, ihre Rolle als Wirtschafts- und Arbeitsstandort weiter auszubauen. Neben ihrer bereits etablierten Position im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie sieht die OECD vor allem Chancen beim Aufbau wissensintensiver grüner Industriecluster und bei der gezielten Ansiedlung nachhaltigkeitsorientierter Unternehmen.
Als besondere Standortvorteile nennt die OECD den Lakeside Science & Technology Park, die Universität Klagenfurt sowie die hohe Lebensqualität rund um den Wörthersee. Die Kombination aus Innovationsinfrastruktur, wissenschaftlichem Know-how und attraktivem Lebensraum biete gute Voraussetzungen, Klagenfurt als eigenständigen Innovationsstandort mit Schwerpunkt auf umweltbezogenen Technologien weiterzuentwickeln.
Zu den wichtigsten Empfehlungen zählt außerdem, hochqualifizierte Fachkräfte gezielt nach Klagenfurt zu holen. Als große Chance wird dabei die Fertigstellung der Koralmbahn gesehen. Die bessere Erreichbarkeit sowie die hohe Lebensqualität und vergleichsweise leistbaren Wohn- und Lebensbedingungen könnten den Standort für mobile Fachkräfte attraktiver machen und positive Impulse für Beschäftigung und Wirtschaftsentwicklung bringen.
Ein weiterer Schwerpunkt der OECD liegt auf der Stärkung der Rolle Klagenfurts als regionaler Knotenpunkt im Kärntner Zentralraum. Empfohlen werden Angebote für eine älter werdende Bevölkerung sowie Maßnahmen zur Stärkung des Ganzjahrestourismus. Damit könne Klagenfurt seine Bedeutung als regionales Zentrum weiter ausbauen und sich gleichzeitig klar von anderen Städten abheben.
Die OECD verweist außerdem auf die begrenzten finanziellen Spielräume der Stadt. Investitionen sollten daher verstärkt über nationale und internationale Finanzierungsquellen abgesichert werden, um die Entwicklungsstrategie umzusetzen, ohne das kommunale Budget übermäßig zu belasten.
Bürgermeister Christian Scheider sieht die Studie als Bestätigung des bisherigen Kurses.
„Die OECD-Studie bestätigt, dass Klagenfurt über ausgezeichnete Voraussetzungen verfügt, um sich als moderner Innovations-, Wirtschafts- und Lebensstandort weiter zu etablieren. Besonders freut mich, dass unsere Stärken international anerkannt werden. Diese Empfehlungen sind für uns Bestätigung und Auftrag zugleich: Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, gezielt in Innovation, nachhaltige Entwicklung und die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte investieren und Klagenfurt zukunftsfit weiterentwickeln“, sagt Scheider.
Vizebürgermeister Ronald Rabitsch: „Die Ergebnisse der OECD sind ein klarer Handlungsauftrag für Klagenfurt. Indem wir Wissenschaft, Innovation und Stadtplanung Hand in Hand denken, machen wir unsere Stadt zum führenden Knotenpunkt für umweltbezogene Technologien im Kärntner Zentralraum. Unser Ziel ist es, aus dem exzellenten Know-how an der Universität und im Lakeside Park konkrete Wertschöpfung für die gesamte Bevölkerung zu generieren“.
Vizebürgermeister Patrick Jonke: „Klagenfurt hat das Potenzial, zur grünen Vorreiterstadt zu werden. Die OECD-Empfehlungen zeigen klar, dass wir Klimaschutz, Innovation und Wirtschaft perfekt verbinden können: Durch den gezielten Aufbau nachhaltiger Industriecluster und eine starke Kooperation im Kärntner Zentralraum machen wir unsere Landeshauptstadt fit für die Zukunft“.
Wirtschaftsreferent Julian Geier: „Die OECD-Studie bestätigt, dass Klagenfurt enormes Potenzial als Wirtschafts- und Innovationsstandort hat. Jetzt gilt es, Innovation, Forschung und Wirtschaft noch stärker zu vernetzen und die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen: schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie und gezielte Investitionen in Innovation und Unternehmensansiedelungen. Nur so wird aus Potenzial nachhaltiges Wirtschaftswachstum“.
Foto: Mein Klagenfurt