Pressemeldungen Juli 2026
KMG-Umfrage: Klagenfurter wollen häufigere Busse und mehr Haltestellen
Wie zufrieden sind die Klagenfurter mit dem öffentlichen Verkehr und wo gibt es Verbesserungsbedarf? Antworten darauf liefert eine neue KMG-Kundenbefragung, die im Frühjahr 2026 von der Universität Klagenfurt im Auftrag der Klagenfurt Mobil GmbH und der Stadt Klagenfurt durchgeführt wurde.
Die Befragung fand im Rahmen des FFG-geförderten Projekts „Share4U“ statt. Mehr als 1.500 Personen nahmen online oder persönlich in KMG-Bussen und an Haltestellen teil. Nach einer Qualitätsprüfung wurden rund 1.200 vollständig und ernsthaft ausgefüllte Fragebögen ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die KMG-Busse für viele Befragte zum Alltag gehören. Die Mehrheit nutzt den Stadtbus täglich oder mehrmals pro Woche. Besonders intensiv ist die Nutzung bei Personen unter 18 Jahren.
Bei den Fahrscheinen werden am häufigsten das 60-Minuten-Ticket, das Kärnten Ticket und das KlimaTicket Österreich genutzt. Tickets werden überwiegend über die KlagenfurtMobil 2.0-App oder direkt im Bus gekauft.
Bei den Verbesserungsvorschlägen zeigen sich klare Schwerpunkte. Viele Teilnehmer wünschen sich eine dichtere Taktung, insbesondere abends und nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen.
Auch zusätzliche Haltestellen werden gefordert. Genannt wurden vor allem die Klagenfurter Innenstadt, Viktring sowie Freizeit- und Ausflugsziele. Zu Stoßzeiten wünschen sich Fahrgäste zudem größere Busse und damit mehr Platz.
Bei den Fahrgastinformationen stehen zuverlässige Echtzeitangaben über Verspätungen und Ausfälle weit oben auf der Wunschliste. Diese sollen vor allem über digitale Anzeigetafeln an den Haltestellen und die KlagenfurtMobil 2.0-App verfügbar sein. Bei der App selbst sehen die Befragten Verbesserungsbedarf bei der Benutzerfreundlichkeit.
Auch Nextbike und Avant2Go waren Thema. Hier wünschen sich Teilnehmer günstigere Preise und zusätzliche Standorte.
Bürgermeister Christian Scheider erklärt: „Es ist wichtig, die Meinung der Kundinnen und Kunden einzuholen, um so laufend Verbesserungen und Weiterentwicklungen beim öffentlichen Verkehr durchführen zu können. Bereits in der Vergangenheit wurden hier essenzielle Maßnahmen gesetzt. Es freut mich, dass die aktuelle Befragung wieder so gut angenommen wurde.“
Mobilitätsreferentin Sandra Wassermann sieht in den Ergebnissen einen klaren Auftrag: „Dass sich über 1.500 Fahrgäste an der Befragung beteiligt haben, zeigt mir, wie sehr den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern ein attraktiver öffentlicher Verkehr am Herzen liegt. Unser Ziel ist es, ein umfangreiches Mobilitätsangebot zu schaffen. Auch die Fahrgäste der Koralmbahn nehmen Nextbike, E-Carsharing und den 10-Minuten-Takt bereits gut an. Die Studie gibt der Stadtregierung einen klaren Auftrag, die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und zügig umzusetzen.“
KMG-Geschäftsführer Hansjörg Schusser betont: „Gemeinsam mit der Universität Klagenfurt haben wir mit der Umfrage eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis zu den Bedürfnissen unserer Fahrgäste geschaffen. Diese zeigt uns, wo wir mit unseren Verbesserungsmaßnahmen gezielt ansetzen müssen – so haben wir heuer bereits mit der Sanierung mehrerer Haltestellen begonnen und treiben diese Aufwertung laufend weiter voran. Unser besonderer Dank gilt dem Forschungsteam und den Studierenden der Universität Klagenfurt für die Durchführung der Umfrage sowie allen Teilnehmenden für ihr Feedback. Schritt für Schritt arbeiten wir daran, weitere Verbesserungen im KMG-Liniennetz umzusetzen.“
Felicia Winter von der Universität Klagenfurt erklärt: „Praxisorientierte Lehre – wie im Seminar ‚Angewandte Motivationsforschung zu nachhaltiger Mobilität‘ unter der Leitung von Prof. Helen Landmann und in Zusammenarbeit mit der KMG – vermittelt den Studierenden, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete lokale Lösungen übersetzen lassen. Es ist sehr erfreulich, dass die Kund:innen der KMG so zahlreich an der Befragung teilgenommen haben. Das lässt auf eine hohe Motivation schließen, den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt aktiv mitzugestalten.“
Foto: Helge Bauer