Pressemeldungen Juli 2026
Klinikum Klagenfurt als uro-onkologisches Zentrum ausgezeichnet
Die Urologie am Klinikum Klagenfurt ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als uro-onkologisches Zentrum ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung bestätigt die hohe Qualität bei der Behandlung von Krebserkrankungen der Prostata und der Niere. Österreichweit haben bislang nur zwei uro-onkologische Zentren diese Auszeichnung erhalten.
Das Zentrum ist Teil des Onkologischen Zentrums am Klinikum Klagenfurt. Patientinnen und Patienten werden dort während des gesamten Behandlungsprozesses von einem interdisziplinären Team begleitet, von der Diagnosestellung über die Therapie bis zur Nachsorge.
Erstmals wurde die Klagenfurter Urologie für die Behandlung von Prostatakrebs zertifiziert. Für die Behandlung von Nierenkrebs erhielt die Abteilung eine Re-Zertifizierung. Für die Versorgung arbeitet die Urologie eng mit den Abteilungen für Innere Medizin und Onkologie, Nuklearmedizin sowie den Instituten für Strahlentherapie, Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Pathologie zusammen.
Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist der Einsatz eines OP-Roboters. Die minimal-invasive Technik ermöglicht besonders präzise Eingriffe mit kleineren Schnitten, schont das umliegende Gewebe und trägt zu weniger Schmerzen sowie einer schnelleren Genesung bei.
Jährlich erkranken in Kärnten rund 600 Männer neu an Prostatakrebs. Insgesamt sind im Bundesland jedes Jahr etwa 900 Menschen von urologischen Tumorerkrankungen betroffen. Werden diese früh erkannt, liegen die Heilungschancen dank moderner Diagnostik und Therapien heute bei über 90 Prozent.
Für die Zertifizierung müssen Zentren eine hohe medizinische Expertise, ausreichende Fallzahlen und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit nachweisen. Zum Behandlungsteam in Klagenfurt gehören unter anderem auch onkologische Pflegekräfte, Psychoonkologen sowie Mitarbeiter der Sozialarbeit.
Foto: KABEG