Pressemeldungen Juli 2026
Dürre in Kärnten: SPÖ-Bauern setzen auf Wasserschiene statt Schadensverwaltung
Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten sehen den Klimawandel und die damit verbundenen längeren Trockenperioden als eine der größten Herausforderungen für die heimische Landwirtschaft. Für den neuen Landesvorsitzenden Ralph Dörflinger braucht es deshalb neben finanziellen Absicherungen vor allem Maßnahmen, die Ernteausfälle künftig verhindern oder zumindest verringern.
„Versicherungen sind wichtig, weil sie finanzielle Schäden über gemeinsam getragene Risiken abfedern. Sie bringen aber keinen Tropfen Wasser auf unsere Felder und keinen zusätzlichen Kilogramm Ernte. Sie verwalten die Folgen der Dürre, sie verhindern sie nicht“, betont Dörflinger.
Im Mittelpunkt seiner Forderungen steht die vom Kärntner Agrarreferenten Daniel Fellner initiierte Kärntner Wasserschiene. Sie soll dazu beitragen, die Wasserversorgung langfristig zu sichern und landwirtschaftliche Flächen auch in Trockenperioden ausreichend versorgen zu können.
„Mit der Wasserschiene investiert das Land in die Versorgungssicherheit von morgen. Wasser muss dort verfügbar sein, wo Menschen leben und unsere bäuerliche Bevölkerung Futter- und Lebensmittel erzeugt“, erklärt Dörflinger.
Darüber hinaus verweist er auf die neue SPÖ-Petition „Unser Wasser schützen“, die sich für den Schutz von Wasser als öffentliches Gut, eine österreichweite Wasserstrategie und eine Stärkung der Gemeinden bei der Wasserversorgung einsetzt.
Nach Ansicht Dörflingers werden sich Ernteausfälle trotz aller Anpassungsmaßnahmen nicht vollständig verhindern lassen. Deshalb brauche es rasche und unbürokratische Entschädigungen sowie eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Belastungen.
„Wenn wir unsere Ernten verlieren, darf das Risiko nicht allein bei den bäuerlichen Betrieben bleiben. Regionale Lebensmittelversorgung ist eine gemeinsame Verantwortung“, so der Landesvorsitzende.
Zudem fordert er, dass sich der Lebensmittelhandel in außergewöhnlichen Krisenjahren stärker an der Absicherung der heimischen Produktion beteiligt. Ein Teil der Handelsspannen solle zur Entlastung bäuerlicher Familienbetriebe und veredelnder Betriebe beitragen, ohne zusätzliche Kosten für Konsumentinnen und Konsumenten zu verursachen.
„Wer morgen ausreichend regionale Lebensmittel zu leistbaren Preisen will, muss heute in Anpassung investieren und jene absichern, die sie erzeugen. Dürre darf nicht zur Existenzfrage für unsere bäuerliche Bevölkerung werden“, sagt Dörflinger.
Foto: SPÖ Kärnten