Pressemeldungen Juli 2025
Wildwarner gegen Tierleid und Blechschaden: Ebenthaler Jäger starten Sicherheitsprojekt
Um Wildunfälle zu reduzieren, installiert die Jagdgesellschaft der Ebenthaler Jäger 205 Wildwarngeräte an den gefährlichsten Straßenabschnitten der Gemeinde. Das Projekt wird vom Land Kärnten unterstützt und soll nicht nur Tiere schützen, sondern auch Menschen sensibilisieren.
Plötzlich auftauchendes Wild im Scheinwerferlicht, eine abrupte Bremsung, oft zu spät. Was viele nur vom Hörensagen kennen, ist auf Kärntens Straßen bittere Realität: Wildunfälle passieren häufig und enden meist tragisch, sowohl für die Tiere als auch für die Beteiligten.
Mit Unterstützung des Landes Kärnten und unter fachlicher Begleitung von Wildbiologe Mag. Gerald Muralt wurden in der Marktgemeinde insgesamt 152 optische sowie 53 optisch-akustische Wildwarngeräte montiert. Die Installation erfolgte durch die Weidkameraden der örtlichen Jägerschaft, gezielt an jenen Strecken, wo es in der Vergangenheit besonders häufig zu Wildkollisionen kam.
„Wir wollen mit diesem Projekt sicherstellen, dass unsere Straßen sicherer werden“, sagt Johann Schneeweiss, Obmann der Jagdgesellschaft Ebenthal. Wildwarner sollen einerseits Lenker auf das erhöhte Risiko aufmerksam machen, andererseits durch akustische und visuelle Signale das Wild vom Überqueren der Straße abhalten.
Jagdleiter Georg Schiberl betont den doppelten Nutzen: „Wir tragen Verantwortung – für die Verkehrssicherheit und für unsere Natur. Dieses Projekt hilft, Unfälle zu vermeiden und gleichzeitig das Bewusstsein für den Schutz von Wildtieren zu stärken.“
Das gesamte System wird laufend überwacht und ausgewertet. Erste Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen: Solche Maßnahmen können die Zahl der Wildunfälle deutlich senken. Die Ebenthaler Jägerschaft ist daher zuversichtlich, dass auch ihre Initiative spürbare Wirkung zeigen wird.
Sollte es dennoch zu einem Unfall mit Wild kommen, appelliert die Jagdgesellschaft: Unbedingt Polizei oder Jägerschaft verständigen, nicht einfach weiterfahren. Das Tier könnte schwer verletzt sein und unnötig leiden.
Die Botschaft ist klar: Wer aufmerksam fährt, schützt nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der Tiere. Und wer die Straße mit der Natur teilt, fährt besser mit Rücksicht.
Foto: Jagdgesellschaft der Ebenthaler Jäger