Pressemeldungen Juli 2025
Steigende Gefahr auf zwei Rädern: Kärnten unter den Spitzenreitern bei E-Bike-Unfällen
Die Zahl der E-Bike-Unfälle in Österreich ist im Jahr 2024 auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) berichtet, wurden im vergangenen Jahr rund 9.800 Personen nach E-Bike-Unfällen im Krankenhaus behandelt, ein Anstieg um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen: das Bundesland Kärnten, das mit vier tödlichen Unfällen österreichweit auf dem zweiten Platz liegt.
„Diese Zahl zeigt klar, wie dringend eine Helmpflicht für E-Bikes und E-Scooter wäre“, so die Experten. In ganz Österreich hat das E-Bike in den vergangenen Jahren stark an Beliebtheit gewonnen: Mehr als die Hälfte aller neu verkauften Fahrräder sind mittlerweile elektrisch betrieben.
Ein Großteil der Unfälle sind Alleinunfälle, häufig betroffen sind Personen über 55 Jahre. Die Umstellung vom herkömmlichen Fahrrad auf das schwerere, schnellere E-Bike stellt viele vor Herausforderungen, besonders beim Bremsen und bei plötzlichen Reaktionen im Straßenverkehr.
Das KFV fordert neben einer Helmpflicht auch freiwillige Fahrsicherheitskurse, vor allem für ältere Nutzer. Auch die rasche Umsetzung moderner und sicherer Radinfrastruktur sei notwendig, um das steigende Verkehrsaufkommen auf zwei Rädern zu bewältigen.
Es soll nun geprüft werden, wie man mit gezielten Maßnahmen auf die alarmierenden Unfallzahlen reagieren kann. Klar ist: Der Boom der E-Bikes bringt nicht nur Vorteile, sondern verlangt auch nach erhöhter Aufmerksamkeit und mehr Sicherheitsbewusstsein, bei den Nutzerinnen und Nutzern genauso wie bei den Behörden.
Foto: Symbolbild