Pressemeldungen Juli 2025
Sommerbranchentreff der Kärntner Film-Szene
Beim alljährlichen Sommertreff der Kärntner Filmszene bestätigten LH Peter Kaiser und LR Sebastian Schuschnig, dass das Budget für die Carinthia Film Commission in Höhe von 500.000 Euro nicht gekürzt wird.
„Aus mehreren Gründen können wir diese Summe, die sich aus dem Kultur- und dem Tourismusbudget zusammensetzt, bestätigen: die Kärntner Filmszene und die Anzahl der damit verbundenen Unternehmen wächst, sie ist international konkurrenzfähig, was zahlreiche Preise, Awards und Nominierungen für diese bestätigen. Die Wertschöpfung, auch durch Bilder aus Kärnten, die in die Welt hinaus gehen, ist ein Faktor im Tourismus und gesamtwirtschaftlich, denn jeder Fördereuro verfünffacht sich“, so LH Kaiser und LR Schuschnig.
2015 wurde die Carinthia Film Commission als Geschäftsbereich der Kärnten Werbung gegründet mit dem Ziel, die Landschaft Kärntens und die kulturelle Vielfalt des Landes in nationalen und internationalen Film– und Kinoproduktionen sichtbar zu machen und Kärnten als Filmstandort zu stärken. Die Gesellschaft wird jährlich von Seiten des Landes unterstützt.
„Die jährlichen Evaluierungen bestätigen die Umwegrentabilität und den Mehrwert der Fördermittel und damit die Kreativität und den Einsatz der heimischen Filmszene.
2024 lag der Mehrwert bei fast 2,2 Millionen Euro. Damit werden auch Arbeitsplätze gesichert“, hält Kaiser fest. Sendungen wie Tatort, Heimatleuchten, Universum oder Filme über Persönlichkeiten oder Unternehmer zählen zu den bisher geförderten Projekten.
Kaiser verwies aber ebenso auf die derzeitigen Budgetsituationen in den Ländern, Gemeinden und im Bund. „Die Politik hat für Weiterentwicklungen und Wachstum die Rahmenbedingungen zu schaffen, doch zwingen diese Generation nun die eingeschränkten Budgetmittel zu neuer Kreativität. Im Falle der Filmförderung wird man in Zukunft vermehrt auf Serviceleistungen setzen“, so Kaiser.
Sie schaffen touristische sowie wirtschaftliche Wertschöpfung und sind eine Werbung für das Tourismusland Kärnten“, betont Schuschnig. „Mit gezielten Investitionen in die CFC schärfen wir auch unser touristisches Profil und erhöhen unsere internationale Sichtbarkeit als beliebte Reisedestination. Jeder Euro, den wir investieren, zahlt sich mehrfach aus: wir stärken die Filmbranche, unser touristisches Image und unsere heimischen Betriebe vor Ort“, so Schuschnig. Denn auch zahlreiche vor- und nachgelagerte Unternehmen sind an Dreharbeiten in Kärnten beteiligt.
Die Mittel für die Filmförderung kommen mit 300.000 Euro aus dem Kulturreferat und mit 200.000 Euro aus dem Wirtschafts- und Tourismusreferat des Landes. Zum einen soll der Filmstandort Kärnten gestärkt werden, zum anderen die Filmschaffenden.
Andreas Frey als Vorsitzender der Fachvertretung Film- und Musikwirtschaft, der damit auch die Agenden von Produzenten Klaus Graf übernimmt, verwies nicht nur auf die wachsende Filmszene und die steigende Anzahl der Anträge bei der CFC für Produktionen (2023: 30; 2024: 39), sondern auch die auf die nationalen und internationalen Erfolge der Kärntner Filmemacher. Das Filmjahr 2025 steht bei der CFC unter dem Zeichen der Digitalisierung, um Antragstellung und Förderabwicklung zu vereinfachen. Frey begrüßte beim Branchentreff zudem Klaus Ehrenbrandtner von der Kärnten Werbung, Kulturstadtrat Franz Petritz, Brigitte Winkler-Komar von der Kulturabteilung des Landes und Astrid Legner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer sowie Klaus Graf.
Die Carinthia Film Commission ist erste und kostenlose Anlaufstelle für Filmschaffende bei Fragen rund um Akquisition von Produktionen und Realisierungen von Dreharbeiten.
Operativ abgewickelt wird die Filmförderung über die Carinthian Film Commission (CFC), angesiedelt bei der Kärnten Werbung als eigenes Geschäftsfeld. „Es ist unsere Aufgabe, Kärnten als Filmland zu vermarkten, Locations für Produktionen anzubieten, Ansprechpartner für Förderwerber zu sein und Drehbuchautoren für Kärnten zu begeistern“, sagte Martina Plamenig von der CFC.
Foto: LPD Kärnten/Gernot Gleiss