Pressemeldungen Juli 2025
Pfandinseln: Gemeinderat stellt Antrag für soziale Pfandlösung in Klagenfurt
Wer künftig in Klagenfurt seine Pfandflaschen nicht selbst zurückgeben möchte, könnte sie bald geordnet an öffentlichen Plätzen ablegen. Möglich machen soll das ein Antrag, den Gemeinderat Mag. Martin Lemmerhofer (SPÖ) heute im Gemeinderat der Landeshauptstadt einbringen wird.
Das Vorbild für diese Idee kommt aus anderen Städten in Österreich und dem benachbarten Ausland. Dort gibt es bereits öffentlich zugängliche Ablagemöglichkeiten für Einwegpfandgebinde. Lemmerhofer möchte das Konzept nun auch in Klagenfurt erproben.
Der Antrag sieht ein mehrmonatiges Pilotprojekt vor, das mindestens sechs Monate dauern soll. An ausgewählten Plätzen sollen Pfandbehältnisse mit erklärenden Beschriftungen aufgestellt werden. Nach Ablauf der Testphase soll gemeinsam mit dem zuständigen Ausschuss evaluiert werden, ob eine Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet sinnvoll ist.
Menschen, die auf das Pfandgeld angewiesen sind, sollen künftig nicht mehr auf das Durchsuchen von Mülltonnen angewiesen sein. Durch die öffentlichen Ablagestellen könnten sie Flaschen und Dosen hygienisch und direkt sammeln. Zugleich soll so sichergestellt werden, dass Pfandgebinde auch tatsächlich dem Recycling zugeführt werden.
„Pfandhilfen“ wie sie im Antrag genannt werden, könnten damit doppelt wirksam sein, als soziales Hilfsangebot und als umweltbewusste Maßnahme zur Reduktion von Abfall im öffentlichen Raum. Ob Klagenfurt diesen Weg einschlägt, wird in den zuständigen Gremien beraten.
Foto: Symbolbild