Pressemeldungen Juli 2025
Koralmbahn bringt mehr Parkplätze für Bahnpendler in Klagenfurt
Wer mit dem Auto zum Bahnhof fährt und von dort mit dem Zug weiterpendeln will, kennt das Problem: Der Park-and-Ride-Parkplatz beim Klagenfurter Hauptbahnhof ist oft voll. Doch Entlastung ist in Sicht. In fünf Monaten nimmt die Koralmbahn den Betrieb auf und wird viele neue Fahrgäste anziehen. Um rechtzeitig vorbereitet zu sein, schaffen Land Kärnten und ÖBB 60 zusätzliche Stellplätze in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.
Die neue Fläche entsteht im Bereich der Unterführung im Nordwesten des Bahnhofs, in der Nähe der Volksküche. Der bestehende ÖBB-Parkplatz wird dafür ausgebaut. Die Finanzierung teilen sich Land Kärnten und die ÖBB zu gleichen Teilen. Jeweils 100.000 Euro werden in das Projekt investiert. Die Stadt Klagenfurt ist vom üblichen Gemeindeanteil von 20 Prozent befreit, da laut Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) „jetzt schnell gehandelt werden muss“.
Die Maßnahme in Klagenfurt ist Teil eines landesweiten Programms. Eine Evaluierung von Land Kärnten und ÖBB hatte gezeigt, dass es an mehreren Standorten zu Kapazitätsengpässen kommt. Insgesamt gibt es in Kärnten derzeit 3500 Stellplätze an 84 Park-and-Ride-Anlagen. Der erwartete Anstieg der Fahrgastzahlen durch die Koralmbahn erfordert jedoch zusätzlichen Platz.
Neben Klagenfurt wird auch in Kühnsdorf-Klopeinersee erweitert: Dort kommen zu den bestehenden 160 Stellplätzen 48 weitere hinzu. In Paternion-Feistritz wird die Anlage von 52 auf 73 Stellplätze vergrößert. Für alle drei Projekte zusammen stehen 800.000 Euro zur Verfügung. Die Hälfte davon trägt das Land, inklusive des einmaligen Gemeindeanteils, die andere Hälfte kommt von der ÖBB-Infrastruktur AG.
Wie Landesrat Schuschnig betont, stehen die ÖBB in der Verantwortung für Planung und Umsetzung der Projekte. Das Land übernimmt dabei die Rolle des Partners und Fördergebers. „Der intensive Austausch mit den ÖBB zeigt, wie wichtig uns eine gute Abstimmung ist“, so Schuschnig. Ob die insgesamt 150 Parkplätze in Klagenfurt langfristig ausreichen werden, wird sich zeigen. Sicher ist: Die Weichen für einen reibungsloseren Umstieg vom Auto auf die Bahn sind gestellt.
Foto: Mein Klagenfurt