Pressemeldungen Jänner 2026
Wintergäste am Wörthersee: Wasservögel entdecken das Strandbad Klagenfurt
Die Klagenfurter Ostbucht zeigt sich im Winter von einer ruhigen Seite. Während im Sommer viele Menschen das Strandbad besuchen, gehört der Bereich in der kalten Jahreszeit vor allem den Wasservögeln.
Baden ist nur noch etwas für wenige Mutige, doch bei genauerem Blick herrscht am Wasser reger Betrieb. Lachmöwen sitzen auf Stegen, Mittelmeermöwen trocknen ihr Gefieder, Blässhühner schwimmen unter den Stegen, Kormorane jagen Fische und einzelne Reiherenten treiben auf dem See. Sogar der sonst scheue Silberreiher nutzt die Ruhe im Strandbad Klagenfurt.
Seit drei Jahren unterstützen die Stadtwerke Klagenfurt das Projekt City meets Nature. Ziel ist der Schutz des Europaschutzgebietes Lendspitz Maiernigg und der Erhalt der wertvollen Natur in der Ostbucht. Umgesetzt wird das Projekt vom Institut E C O für Ökologie. Die Maßnahmen reichen vom Pflegen und Erhalten der Natur bis hin zur Bewusstseinsbildung für den Schutz der Tier und Pflanzenwelt.
Im Winter zeigen sich viele Vogelarten anders als im Sommer. Während Menschen auf Winterkleidung umsteigen, tragen manche Vögel statt Prachtkleid ein schlichtes Federkleid. Ein Beispiel ist der Haubentaucher. Seine typische Federhaube und die markanten Wangenbüschel sind im Winter nicht zu sehen. Im Schlichtkleid wirkt der Vogel graubraun und unauffällig.
Neben den ganzjährig vorkommenden Arten zieht es im Winter zusätzliche Vogelgäste nach Klagenfurt. Viele Tiere aus Skandinavien und Nordosteuropa verbringen die kalte Jahreszeit im Süden und überwintern am Wörthersee. Dadurch sind von einigen Arten mehr Tiere zu beobachten als im Sommer, etwa von Kormoranen, Lachmöwen oder Blässhühnern. Auch bei den Singvögeln zeigen sich größere Wintergruppen. Auffällig sind Stieglitze, Erlenzeisige und Bergfinken. Der Bergfink gilt als typischer Wintergast und kommt nur in der kalten Jahreszeit zu uns, während der Buchfink das ganze Jahr im Land bleibt.
Wer in den kommenden Wochen am See unterwegs ist, kann viele Tiere entdecken. Dabei gilt, dass Wasservögel an die Bedingungen bestens angepasst sind und genug Nahrung finden. Das Füttern ist nicht nötig und kann sich sogar negativ auf Wasserqualität oder Verdauung auswirken. Statt Brot und Körner empfiehlt sich ein Fernglas. Damit lassen sich die gefiederten Winterurlauber aus nächster Nähe beobachten.
Foto: Stabentheiner