Pressemeldungen Jänner 2026
Steigende Infektionsgefahr durch RSV-Virus in Kärnten
Das aktuelle Abwassermonitoring in Kärnten zeigt eine deutliche Trendwende bei Atemwegsinfekten. Während die Belastung durch Corona und Influenza rückläufig ist, nimmt das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) deutlich zu. In nahezu allen Kärntner Kläranlagen sind steigende RSV-Werte messbar.
Gesundheitslandesrätin Beate Prettner sagt: „Die RSV Werte im Abwasser sind in nahezu allen Kärntner Kläranlagen klar nachweisbar und haben in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Damit bestätigt sich auch für Kärnten eine erhöhte RSV Aktivität“.
Aus fachlicher Sicht ist davon auszugehen, dass es ab Februar zu einer starken RSV-Welle in Kärnten kommen wird. Besonders betroffen können Neugeborene, Frühgeborene, Säuglinge und Kleinkinder sein. Auch ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe mit Krankenhausaufenthalten und möglichen Spätfolgen.
Prettner betont: „Gerade mit Blick auf RSV ist es entscheidend, jetzt rechtzeitig zu handeln. Wir haben sehr gute Möglichkeiten der Vorsorge und es ist noch nicht zu spät diese zu nutzen“.
Eine RSV-Schutzimpfung für Erwachsene ist in allen Gesundheitsämtern vergünstigt erhältlich. Eine Voranmeldung wird empfohlen. Die RSV-Immunisierung für Säuglinge ist fixer Bestandteil des österreichischen Kinder-Impfprogramms. Während der RSV-Saison bis voraussichtlich 31. März 2026 erhalten Säuglinge und Risikokinder in ihrer zweiten RSV-Saison die Immunisierung kostenfrei. Die Verabreichung erfolgt direkt nach der Geburt im Krankenhaus oder bei teilnehmenden niedergelassenen Ärzten.
„Diese Immunisierung schützt unsere Kleinsten wirksam vor schweren Krankheitsverläufen und entlastet gleichzeitig Familien sowie das Gesundheitssystem“, so Prettner.
Auch die kostenfreien Impfungen gegen Grippe und Covid werden weiterhin empfohlen.