Pressemeldungen Jänner 2026
Sieben von zehn Kärntnern glauben nicht an ausreichende Pension
Die Vorsorgestudie 2026 von Erste Bank, Sparkassen und der Wiener Städtischen sorgt in Kärnten für Gesprächsstoff. Sie zeigt deutlich, dass das Vertrauen in die staatliche Pension weiter sinkt. Sieben von zehn Kärntnern gehen nicht davon aus, später genug Geld vom Staat zu bekommen. Viele rechnen sogar damit, im Alter weiterarbeiten zu müssen.
Nach Einschätzung der wirtschaftlichen Lage sind die Erwartungen gedämpft. 58 Prozent glauben an eine Verschlechterung in den kommenden Monaten, 36 Prozent erwarten keine großen Änderungen und nur 5 Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Dadurch steigt der Wunsch nach Stabilität und Sicherheit.
Finanzielle Vorsorge hat für viele Menschen in Kärnten einen hohen Stellenwert. 86 Prozent halten sie für wichtig. Besonders oft wird für Gesundheit vorgesorgt, das sagen 69 Prozent der Befragten. 66 Prozent legen Geld für Krisenfälle zurück und 58 Prozent investieren regelmäßig in eine private Altersvorsorge. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im Jahr 2025. Dahinter folgen Wohnen, kurzfristige finanzielle Reserven und die Familie.
Ein großer Teil nennt den sinkenden Glauben an die staatliche Pension als Hauptgrund für eigene Vorsorge. 54 Prozent sehen den Staat nicht mehr als verlässlichen Partner. Jeder Zweite gibt mögliche Schicksalsschläge als Vorsorgegrund an. 47 Prozent wollen ihren Lebensstandard im Alter halten, 46 Prozent möchten ihr finanzielles Risiko senken. Fast drei Viertel zweifeln daran, eine ausreichend hohe staatliche Pension zu erhalten. Acht von zehn fühlen sich verunsichert, weil bereits jeder vierte Steuereuro in die Pensionen fließt. Sechs von zehn Befragten gehen davon aus, im Alter weiterarbeiten zu müssen.
Beim Thema Vorsorge setzen viele auf klassische Anlageformen. Genannt werden Sparkonto mit 52 Prozent, Bausparen mit 29 Prozent und Lebensversicherung mit 27 Prozent. Danach folgen Wertpapiere und Fonds, Immobilien und Gold. Auffällig ist, dass das Sparkonto erstmals weniger stark genutzt wird, während Bausparen und Lebensversicherungen stabil bleiben. Im Durchschnitt investieren Menschen in Österreich monatlich 225 Euro in ihre private Pension. Männer geben mit 265 Euro mehr aus als Frauen mit 179 Euro. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt der Betrag hoch.
Altersarmut ist für viele ein reales Risiko: 44 Prozent halten es für wahrscheinlich, selbst von Altersarmut betroffen zu sein. 89 Prozent setzen deshalb auf eine frühzeitige private Vorsorge. 87 Prozent sprechen sich für mehr staatliche Förderung privater Vorsorgemodelle aus. 77 Prozent sind überzeugt, dass eine durchgehende Vollzeitbeschäftigung zu einer höheren Pension führt. Mit dem staatlichen Pensionssystem zeigen sich nur 51 Prozent zufrieden, 45 Prozent sind unzufrieden
Auch beim Pensionskonto zeigt sich Verbesserungsbedarf: Zwar existiert es seit 20 Jahren für alle nach 1955 Geborenen, doch nur gut die Hälfte der Befragten kennt es. Von denen, die ihr Guthaben kennen, sind 43 Prozent zufrieden, die Hälfte jedoch unzufrieden. Österreichweit rechnen die Befragten mit einer späteren Bruttopension von durchschnittlich 2.023 Euro. Männer erwarten 2.254 Euro, Frauen 1.748 Euro.
Die Studie macht klar, dass private Vorsorge in Kärnten an Bedeutung gewinnt. Viele wollen sich gegen Unsicherheiten im Pensionssystem absichern. Für Suchmaschinen wichtig: Pension Kärnten, private Vorsorge, Altersarmut, Pensionskonto, finanzielle Absicherung, Sparkonto, Bausparen, Lebensversicherung.
Foto: Genot Gleis